29 Jun

Der Clone Frog


Tief im Amazonas

Der erste Sichtungsort: Tief im Amazonas Regenwald


In den Sümpfen und Zuflüssen des Amazonas nahe der Gemeinde Urucurituba wurde laut bestätigten Sichtungen eine neue Amphibienart entdeckt. Einigen Forschern zur Folge soll es sich hierbei um eine neue, invasive Art der „echten Frösche´´ handeln. Medienberichten nach soll sich die neue Spezies wohl rasend ausgebreitet haben, sie sei allerdings für das Ökosystem, sowie für weitere Artgenossen unbedenklich. Einigen Augenzeugen ist es gelungen die neue Art zu fotografieren.

Sie lieben es, sich auf Seerosen bequem zu machen.


Laut den Wissenschaftlern kam es durch eine Mutation des Laiches zu der neuen Art. Sie soll in sechs verschiedenen Farben vorkommen. Die Weibchen erreichen eine Länge von 12cm, die Männchen 16cm.

Der Laich des neuen Frosches


Trotz der raschen Ausbreitung ist noch nicht sicher, ob für dieses Lebewesen in der sogenannten: „Lunge der Erde´´ dauerhaft ein Platz in der Nahrungskette zur Verfügung steht. Aufgrund dessen, dass er sich sehr gerne auf und im Wasser aufhält, fällt er sehr oft den Raubfischen zum Opfer, welche ihn als perfekte Beute ins Visier genommen haben.



Dieser Hecht wurde am Flussufer entdeckt. Ihm bekam die Beute wohl nicht.



Die ständige Bedrohung von unten sorgt dafür, dass sie sich auch sehr gerne auf Bäumen aufhalten, damit sie sich von den gierigen Unterwasserräubern in Schutz nehmen können.


Auf Ästen suchen die Frösche Schutz.


Die Forscher der Firma Balzer tauften die neue Spezies „ Clone Frog ´´. Der Name wurde wohl bewusst gewählt, da er dem normalen Frosch zum Verwechseln ähnlich sieht, allerdings aus einer Gummimischung besteht.

23 Jun

Der Rucksackstuhl

Ideal für mobile Ansitz- und Raubfischangler 

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Der neue, innovative Rucksackstuhl von Balzer vereint zwei Grundbestandteile der Angelausrüstung in einem: Das ist zum einen der klassische Rucksack und zum anderen der Angelstuhl. Wenn man die Beine zusammenschiebt kann man ihn dank der Rückenpolsterung bequem auf dem Rücken tragen, zieht man sie wieder auseinander ist es möglich, sich auf die komfortable Oberfläche zu setzen.

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Angenehmer Sitzkomfort
Super Transportmöglichkeit für Kescher und jede Menge Zubehör

Der Stoff wurde aus einem äußerst strapazierfähigen 600D Nylon gefertigt, welches in Kombination mit dem stabilen Stahlrahmen mit bis zu 120kg belastet werden kann. Er bietet neben dem großen Hauptfach ebenfalls drei geräumige Außentaschen, welche auch für den Transport eines Keschers genutzt werden können.

• Sitzhöhe: 50cm
• Sitzbreite: 33cm
• Gewicht: 2,7kg
• Zusammengefaltet ohne Inhalt: 11 x 33 x 61 cm

– UVP: 49,99€
– lieferbar ab ca. Mitte KW 27

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Ausgestattet mit geräumigen Außentaschen
Ansicht von hinten
18 Jun

Über den Balzer Shirasu Bootskescher XXL

Ein Blogbericht von Manuel Mühlberg

Links Autor Manuel, rechts sein Angelbuddy.
Diesen Ausblick wünscht sich wohl jeder Hechtangler.


Gleich zu Beginn der Saison konnten Manuel und sein Angelbuddy diese schönen Fische zu einem Landgang überreden. Der neue Shirasu XXL Bootskescher erwies sich dabei als zuverlässiges Landewerkzeug. Der Kescher ist bei seiner Größe mit 1 kg angenehm leicht und lässt sich im Handumdrehen aufklappen. Das flache und gummierte Netz verhindert, dass sich die Fische unnötig heftig in das Netz einwickeln oder verletzen. Der Kescher ist somit der perfekte Begleiter für alle, die mit dem Boot unterwegs sind, oder es auf die kapitalen Räuber abgesehen haben!



Egal, ob beim Hecht-, Barsch oder Zanderangeln: Man muss immer mit einem kapitalen Fisch rechnen. Deshalb macht es sich oft bezahlt einen ausreichend großen Kescher an Bord zu haben. Und vor allem hier ist der Unterschied geringfügig, ob er etwas spärlicher auf dem Boot ist, viel wichtiger sind seine Features: Er lässt sich super schnell aufklappen, bietet ein großes, steifes und gummiertes Netz, in dem man den Fisch perfekt keschern kann und er sich nicht einwickelt.

Manuel war vorbereitet, Petri!
25 Mai

Welsrodeo – ein Bericht von Micheael Komuczki

Das Angeln in den unzugängliche Donauauen ist oft sehr speziell. Mein Angelpartner Walter Mayer / Balzerteam Österreich angelt schon nahezu vierzig Jahre in den unterschiedlichen Auabschnitten der Donau. Er ist ein Insider dieses Gebietes. Mitte Mai gelang Ihm ein besonderes Husarenstück. Er konnte einen 1,82 Meter langen Wels, am mittleren Spinngerät unter sehr schwierigen Angelbedingungen im Alleingang, von einem kleinen Boot aus landen. Teile des Drills vermochte er mit der Actioncam mitzufilmen. Aus diesem Material konnte ich einen kleinen Videoclip gestalten

Petri und großen Respekt Walter – du hast wieder einmal mehr deine anglerischen Qualitäten unter Beweis gestellt.

Verwendetes Gerät:
Rute: Balzer Big Bait Edition IM-12 / 2,4m
Rolle: Balzer Centros 7500
Schnur: Balzer Iron Line 0,27
Vorfach: Balzer Fluorocarbon Shirasu 0.60mm
Köder: Gummifisch

Viele Grüße Euer
Michael Komuczki

13 Mai

Die perfekte Montage

Warum dieser Beitrag?

Viele Angler stellen sich die Frage, welcher Gummifisch und welche Montage für ihr Zielfisch, egal ob beim Angeln auf Hecht, Zander oder Barsch, geeignet ist. Vor allem in Onlineshops kann man oft nur schwer erkennen, welche Hakengröße die Richtige für den gewünschten Gummi- und Zielfisch ist. In den angefügten Bildern zeigen wir euch ein paar Montagebeispiele für das Barsch-, Zander-, und Hechtangeln. Die Angaben, die bei den Print Shads sind gelten auch für Reptile-, Booster-, Clone-, und Waggleshads. Wichtig zu erwähnen ist hierbei auch, dass wir die Gummifische auf den Jigheads von Balzer und Owner aufgezogen haben, welche gleich groß sind. Hakengrößen unterliegen keiner Norm, weshalb es sein kann, dass die Haken anderer Hersteller anders ausfallen.


Die Jigheads aus der Balzer Shirasu Serie sind die absoluten Preis/Leistungssieger. Wer nur japanische Spitzenqualität vertrauen kann sollte sich für die Modelle von Owner entscheiden.


Als Stinger eignen sich Modelle aus der Shirasu Serie mit einer Länge zwischen 5,5cm und 9,5cm.
Eine super Gummifischgröße für das gezielte Barschangeln beträgt 6cm. In einigen Gewässern kann es beim gezielten Großbarschangeln auch Sinn machen größere Gummifische zu verwenden. (Ist das bei dir der Fall? Dann schau mal in die Zander und Hecht Statistik!)

Zusätzlicher Tipp: Man sollte nicht vergessen, dass Zander auch hervorragende Sichträuber sind. Vor allem nachts spielen Wobbler, wie der MK Adventure UV Booster ihre Vorteile aus.

Wenn im Sommer viel Brut im Wasser ist, eignen sich zum Hechtangeln auch kleinere Modelle.


Wir hoffen, dass wir dir mit dieser Übersicht helfen konnten und, dass du deinem Zielfisch näher kommst.

Viel Erfolg am Wasser!

04 Mai

Ein Kraftpaket aus der Au!

Ein Blogbeitrag von Michael Komuczki

Der Autor mit einem großen Karpfen im Drill.

In den vergangenen Jahren führten wir meist schon Mitte April die ersten starken Karpfen über den Kescher. Doch die Corona-Pandemie, die verfügten Ausgangs-beschränkungen und die damit verbunden Vorgaben ließen Walter und mich nicht früher zusammen ans Wasser.
Schon beim ersten Kurzansitz konnte ich diesen kampfstarken Schuppi über den Kescher führen. Ein wahrliches Kraftpaket und ein sehr langgestreckter Gelbmann, der möglicherweise auch Gene von den March-Donauwildkarpfen in sich hat.

Bereits beim ersten Ansitz konnte er einen „Gelbmann´´ wie er ihn liebevoll nennt überlisten.

Als fängiger Köder hatten sich zwei 20er Kugel aus einem neuen Boiliekreation erwiesen. Eine weitere Kreation die ich mit einem guten Freund zusammenstellte. Die fortwährende Fängigkeit wird sich in einer längeren Testphase herausstellen.

Seine neuen Boilies stellten sich als äußerst erfolgreich heraus.

Die Wassertemperatur nähert sich mit sechzehn Grad bald der erforderlichen Temperatur zum Laichen. Die Karpfen fressen sich nach der Winterzeit und vor der Laichzeit nochmal so richtig satt! Ein guter Saisonstart, trotz dieser sehr bedrückenden Zeit für die Bevölkerung. Mögen wir von dieser Ansteckungskrankheit bald nicht mehr in unserer Lebensweise eingeschränkt sein.

Vor der Laichzeit hat er mit diesem Fisch nochmal so richtig abgeräumt.
27 Apr

Die richtige Collectoren – Montage

Warum dieser Blog?

Viele Angler stellen sich die Frage, welchen Haken und Stinger sie für die entsprechende Gummifischgröße benötigen. Vor allem im Onlinehandel ist es oft schwierig abzuschätzen, welche Haken- und Stingergröße passt und gleichzeitig ein ideales Laufverhalten mit einer optimalen Bissausbeutung vereinen. Bekannterweise gibt es unzählige Arten von Gummifischen. In den kommenden Blogs wollen wir euch die richtige Anköderung der klassischen Shads, des Pike Collectors und die des neuen Clonefrogs zeigen. Hier erfahrt ihr die richtige Montage der Balzer Shirasu Collectoren.



Perch Collector
Zander Collector
Pike Collector

Für die ideale Montage benötigt man einen Jigkopf. Bei den Pike Collectoren ist für eine optimale Bissausbeutung zusätzlich noch ein Stinger notwendig.


Der richtige Haken


Bei den Jighaken kommen die Rundkopfvarianten von Owner und Balzer Shirasu in Frage. Sie sind nahezu gleich groß. Im Preis /Leistungs Verhältnis haben die Modelle von Balzer die Nase vorn. Wer sich nur auf Japanische Spitzenqualität verlassen kann sollte die Modelle von Owner vorziehen.


Der richtige Stinger



Bei den Pike Collectoren ist zusätzlich ein Angsthaken notwendig. Als Stinger empfehlen wir die Modelle aus der Shirasu Serie. Erhältlich sind sie mit einem 1×7 und 7×7 Stahl in den Längen: 3,5cm, 5,5cm 7,5cm und 9,5cm.


Die richtige Bestückung

In der angefügten Grafik seht ihr die unterschiedlichen Größen der montierten Shads. Seitlich könnt ihr zusätzlich die Größen der verbauten Montagebestandteile sehen.

22 Apr

Die richtige Gummifisch – Montage

Warum dieser Blog?

Viele Angler stellen sich die Frage, welchen Haken und Stinger sie für die entsprechende Gummifischgröße benötigen. Vor allem im Onlinehandel ist es oft schwierig abzuschätzen, welche Haken- und Stingergröße passt. Bekannterweise gibt es unzählige Arten von Gummifischen. In den kommenden Blogs wollen wir euch die richtige Anköderung der klassischen Shads, des Pike Collectors und die des neuen Clonefrogs zeigen. Beginnen werden wir mit dem klassischen Shad. Hierzu zählen beispielsweise der Print-, Clone – und Boostershad.



Man benötigt hierfür lediglich einen Jighaken und bei den großen Modellen noche einen bzw. zwei Stinger.

Der richtige Haken


Bei den Jighaken kommen die Rundkopfvarianten von Owner und Balzer Shirasu in Frage. Sie sind nahezu gleich groß. Es ist zu beachten, dass eine Hakengröße nicht genormt ist. Das bedeutet, dass die Jigheads anderer Hersteller anders ausfallen können und dann gegebenenfalls nicht perfekt passen. Im Preis /Leistungs Verhältnis haben die Modelle von Balzer die Nase vorn. Wer sich nur auf Japanische Spitzenqualität verlassen kann sollte die Modelle von Owner vorziehen.


Der richtige Stinger






Bei den großen Gummifischen ab einer Länge von 13cm ist zusätzlich ein Angsthaken notwendig. Als Stinger empfehlen wir die Modelle aus der Shirasu Serie. Erhältlich sind sie mit einem 1×7 und 7×7 Stahl in den Längen: 3,5cm, 5,5cm 7,5cm und 9,5cm.


Die richtige Bestückung 

In der angefügten Grafik seht ihr die unterschiedlichen Größen der montierten Shads. Seitlich könnt ihr zusätzlich die Größen der verbauten Montagebestandteile sehen.


14 Apr

Mit der Bolognese hart am Schilfrand

Ein Blogbeitrag von Michael Komuczki

Autor Michael mit „ Bolognesekarpfen´´

Eine Schleie nimmt den am Schilfrand plazierten Hakenköder, die Pose hebt sich kurz und taucht dann langsam ab. Der Biss wird mit einem gefühlvollen Anschlag quittiert. Die Rutenspitze der acht Meter Bolognese fängt die Fluchten von Tinca tinca ab und wenig später liegt eine prachtvolle Schleie im Kescher.

Schleien gehören beim Posenangeln mit der Bologneserute ebenfalls zur Hauptbeute

Wenn starke Winde im Donauraum die Donau und deren Häfen in Wien schier unbefischbar machen, oder uns im Hochsommer die Hitze nach Schatten lechzten lässt, zieht es mich sehr oft an einen meiner Jugendangelplätze an einem alten Ziegelteich. Dieser schattige und im Windstillen liegende Schilfplatz ist bei solchen Witterungsbedingungen einer meiner favorisierten Angelplätze.

Vor mehr als dreißig Jahren

Schon in meiner Kindheit angelte ich hier an diesem Teich mit einer etwa sechs Meter langen, gesteckten, beringten Bambusrute und einer Tokoz-Stationärrolle und fing Schleien, Karauschen, Rotaugen und auch so manchen Hecht hart am Schilfrand. Der Ärger über mehrere aufgrund abnormer Witterung vermiester Angeltage brachte mir, den nur wenige Minuten von meinem Wohnort gelegenen Jugendangelplatz wieder in Erinnerung. Nach einer ersten Visite und einem einstündigen Arbeitseinsatz war der Platz wieder beangelbar. Doch die Gegebenheiten an diesem Angelplatz haben sich ein wenig verändert, der Schilfrand war ein wenig breiter geworden, die Uferböschung etwas eingefallen. Die Distanz vom Ufer zum Schilfrand beträgt nach dreißig Jahren etwa siebeneinhalb Meter und nicht sechs Meter wie damals.

Eine acht Meter lange Bologneserute eignet sich hier perfekt.

Dieser Angelplatz hat auch den Vorteil, dass er von anderen Anglern gemieden wird, weil sie meist nicht über die erforderlichen langen Ruten verfügen, um gehakte Fische kontrolliert vom Schilf fern zu halten, auszudrillen und sicher über den Kescher zu führen.

Zweckfremd verwendet

Bei der Entwicklung des Bolognese-Angelns war es der italienischen Spitzenwettbewerbsangler Roberto Trabucco, der die entscheidenden Akzente setzte und die Grundlagen für diese Art des Angelns schaffte. Roberto Trabucco möge mir verzeihen, dass ich an diesem Angelplatz die von ihm fürs Fließwasserangeln entwickelte Bologneserute zweckfremd verwenden muss. Eine stärkere Bolognese mit acht Meter Länge ist hier das optimale Gerät, zum Angeln an der Schilfkante. Mit einer Rute dieser Länge lassen sich auch halbstarke Karpfen am Schilfrand fangen, ohne dass man diese nicht vom Schilf fernhalten kann. Wenngleich dies auch nicht ganz einfach  ist, es gehen jedoch kaum Fische verloren.

Das Gerät muss zusammen mit der Montage perfekt abgestimmt sein, um einen Karpfen sicher landen zu können.

Direkt unter der Spitze

In den meisten Fällen lege ich die Bolognese in der Rutenhalterung der Sitzkiste ab und angle direkt unter der Rutenspitze, hart am Schilfrand in etwa zweieinhalb Meter Wassertiefe. Bei geringer Seitendrifft ist auch das Angeln mit etwas längerer Schnur vor der Spitze sehr zielführend. Besonders wichtig ist es, den Angelplatz genau auszuloten, um steil abfallende Kanten im Bereich des Schilfrandes zu lokalisieren. An solchen Kanten besteht die Möglichkeit, dass schlecht platzierte Futterballen über die Kante wegrollen und wir mit dem Hakenköder nicht im Futter liegen. Deshalb ist meist ein wenig verkürztes Anfüttern zielführend, um im Futter zu angeln.

Sensibilität bringt Fisch

Aufgrund der geringen Gewässertiefe und Strömung, können wir hier meist sensible Montagen angeln. Wenn mir Lauben am Angelplatz das Leben schwer machen und auch noch Dosenmais als Hakenköder während des Absinkens abfangen, verwende ich schwere Montagen, um rasch an den Gewässergrund vorzudringen. Die von mir verwendeten Posen mit innen liegender Schnurführung eignen sich hervorragend für diese Angelei. Als Hauptschnur verwende ich die Platinum Royal von Balzer in der Stärke 0,14-0,18 mm und als Vorfachmaterial Platinum Royal 0,10-0,14 mm. Die Punktbebleiung aus einem Tropfen und zusätzlich einigen Bleischroten bringt den Hakenköder zügig zum Grund. Wenn jedoch halbstarke Karpfen das Wasser dominieren, bietet sich eine Hauptschnur von 0,18 mm und ein Vorfachmaterial in der Stärke 0,14 – 0,16 mm an.

So sieht eine sensibel ausgebleite Montage zum Angeln am Schilfrand aus.

Anfüttern und Köderpräsentation

In den meisten Fällen verwende ich ein Rotaugen- oder ein Karpfenfutter zum Anfüttern. Es ist zu empfehlen, dieses mit Dosenmais, Maden und Pinkis zu versehen (max. 10% der Gesamtfuttermenge). Bei geringer Unterströmung und flacher Grundstruktur kann man auch noch ein paar Caster ins Futter untermengen. Diese sind dann oft als Hakenköder wahre Rotaugenmagnete.

Kleine Rotaugen sind die ersten Gäste am Futterplatz

Die Farbe des Futters sollte nach Möglichkeit der Farbe des Gewässergrundes ähnlich sein. Dadurch heben sich kleinere Grundfische nicht so stark vom Gewässergrund ab und verlieren ihre Scheue bei der Futteraufnahme vor Raubfischattacken im Schilfbereich. Zu Angelbeginn füttere ich 5-7 etwa mandarinengroße Futterbälle an. Aufgrund der geringen Wassertiefe und der Geräuschempfindlichkeit der Fische, sollte man nicht größere Futterbälle anfüttern. Erst nach den ersten Bissen, füttere ich in geringen Zeitabständen – klein nach. Zu Angelbeginn biete ich meinen Köder meist hart am Grund oder 2-5 cm darüber an. Haben sich die ersten Rotaugen am Futterplatz eingefunden, geht’s dann meist Schlag auf Schlag. Oft nehmen sie auch den zarten Dosenmais als Hakenköder gut an. Wenn die Bisse der Rotaugen nachlassen oder ganz auf sich warten lassen haben fast immer größere Grundfische den Futterplatz angenommen. Zu diesem Zeitpunkt stelle ich die Grundeinstellung etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter tiefer und biete den Hakenköder etwa zehn Zentimeter am Gewässergrund aufliegend an.

Auch halbstarke Karpfen lassen sich gut bändigen

Sehr oft kann dann einer der Satzkarpfen, eine Schleie, oder einer der seltenen Brassen dem Mais-Madencocktail nicht widerstehen. Der Drill eines solch halbstarken Karpfens an der Bolo ist ein wahres Erlebnis. Der Fang von zwei bis vier Satzkarpfen und anderer Grundfische ist bei einem Angelgang nicht so selten.

Epilog

Wenn uns brütende Hitze oder starker Wind an unserem favorisierten Gewässer das Angeln verhindert, sollte man einen Alternativangelplatz wie beispielsweise einen Schilfplatz suchen. Hier ist die Hitze auch im Hochsommer noch erträglich und auch starker, böiger Wind beeinflusst uns beim Angeln nur gering. So wird auch aus einem von der Witterung vermiesten Angeltag noch oft ein besonderes Erfolgserlebnis. Durch das heutige vorherrschende Spezialistentum dürfte, das feine Stipp- u. Matchangeln sowie die Kenntnisse über Futterzusammenstellung und Aufbereitung nahezu verloren gehen. Doch dies wären eigentlich die anglerischen Fertigkeiten für alles weitere Handeln.

Auch Brassen lassen sich mit dieser Methode sehr leicht fangen
09 Apr

Trolling auf Hecht mit Side Planern

Hechtangeln – Ein Blogbeitrag von Rick Visser – Pro Staff Team Holland

Autor Rick Visser hat meist ein gutes Händchen.

Jeder kennt die Standard-Einstiegsmethode für das Schleppangeln auf Hecht: einfach ohne Side Planer, die Rute in der Hand oder im Bootsrutenhalter. Als ich mit dem Hechtschleppen vom Boot anfing, startete ich meine ersten Versuche auf Hecht. Aber nach ein paar Jahren mehr Erfahrung und einem aufgerüsteten Angelboot begann ich mit dem Spinnfischen auf Hecht, Zander und Barsch. In den ersten paar Jahren dachte ich, dies ist die beste Art zu angeln und habe mich immer wieder gefreut, wenn ein Raubfisch auf meinen Angelköder geschossen ist. Nach einiger Zeit fing ich an, mit größeren Hechtködern zu fischen und auf den großen und tiefen Seen nach größeren Hechten zu suchen. Das Spinnfischen in diesen Gewässern bringt eine Menge Spaß, aber es ist sehr schwierig, die vielen guten Stelle zu erreichen und zu befischen. Daher kam mir die Idee, es mit dem Schleppangeln und mit Seitenplanern zu versuchen, denn so konnte ich Strecke machen und an einem Tag viele Hot Spots auf Hecht abfischen.

Der Side Planer


Das Angeln mit Side Planern hat den Vorteil, dass man mit mehreren Ruten (wo erlaubt) fischen kann. Dabei angeln wir (wenn erlaubt) jeweils mit drei Ruten auf Hecht, zwei mit Side Planern und eine ohne Side Planer hinten dem Boot. Die zwei Ruten mit Side Planern laufen beide etwa vier Meter voneinander entfernt. Das heißt ich fische acht Meter nach links und mein Gast fischt acht Meter rechts neben dem Boot, was insgesamt 16 Meter beträgt. Fischt man ohne Side Planer, kann man in der Regel insgesamt nur vier oder fünf Meter erreichen. Somit kann man beim Hechtangeln leichter die Fische finden.

Wie es funktioniert

Der erste Schritt beim Fischen mit Side Planern besteht darin, den Köder in die richtige Entfernung zu werfen. Wenn der Köder im Wasser läuft befestigt man den Snap auf der Schnur. Anschließend befestigt man den Lineclip mit der Schnur.



Ist der Side Planer so montiert im Wasser gibt man so viel Schnur mit der Angelrolle frei soweit man vom Boot entfernt fischen möchte. Wenn er die richtige Entfernung erreicht hat schließt man die Rolle und steckt die Rute in die Halterung und wartet auf den Hechtbiss. Bekommt man einen Biss muss man den Anhieb sofort setzen. Durch diesen Ruck wird die Schnur aus dem Line Clip freigegeben und man kann den Fisch ausdrillen, ohne vom Seitenplaner behindert zu werden. Der Snap sorgt dafür, dass man den Side Planer nicht verliert, während man den Fisch drillt.

Große Hechte sind Ricks Hauptbeute.

Die Ruten

Wenn ich mit Side Planern angel, fische ich immer mit steil gestellten Rutenspitzen in den Himmel. Der Grund dafür ist, dass sich bei normalen Bootsrutenhaltern die Schnur näher zum Wasser befindet und dabei eine größere Gefahr besteht, dass Sie sich Kraut oder Schmutz einfangen, das auf dem Gewässer schwimmt. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass Sie den Widerstand auf ihren Line clip reduzieren und somit kein ungewolltes Freigeben der Schnur stattfindet. Die Ruten, die ich zum Schleppen benutze, sind die Shirasu IM 12 Pro Staff Big Bait und Big Bait Trigger. Diese Ruten eignen sich hervorragend zum Angeln mit Side Planern. Mit ihrem Wurfgewicht von 140 bis 225 Gramm können Sie mit großen Angellödern fischen und sie sind stark genug, um den Widerstand des Side Planers mit der Rute zu bewältigen. Auch wenn die Ruten ein hohes Wurfgewicht haben sind sie immer noch sensibel genug, um auch mit kleineren Hechten seine Drillfreude zu haben.

Malerischer Ausblick. Schleppfischen kann von der Morgen- bis zur Abenddämmerung sehr erfolgreich sein.

Welche Stellen befische ich:

Alles im Blick dank der Wasserkarten.

Fischt ihr in großen tiefen Seen ist ein Plotter mit den richtigen Wasserkarten auf dem Boot absolut empfehlenswert, insbesondere wenn ihr öfters unterschiedliche Großgewässer befischt solltet ihr z.B. auf die Navionics-Wasserkarten zurückgreifen. Wenn ihr die meiste Zeit auf demselben Wasser fischt, könnt ihr eure eigenen Wasserkarten erstellen.



Die Vorteile der eigenen Charts sind, dass sie immer auf dem neuesten Stand sind, da Sie Ihr Sonar während des Trolling oder Castings protokollieren können. Ich verwende die Wasserkarten von Insight Genesis. Hier können Sie Karten von der Community herunterladen. Dies bedeutet, dass diese Karten von anderen Fischern erstellt werden, die auf demselben Gewässer fischen. Beim Trolling verwende ich einen Plotter, um all diese Tiefenlinien und Strukturen zu sehen, und auf meinem anderen Bildschirm verwende ich das Standard-Sonar oder den Seitenscan, um die Köderfischschwärme zu finden. Zur gleichen Zeit erstellt mein Bildschirm ein Protokoll aus dem Wasser, sodass ich es auf dem neuesten Stand halte. Wie Sie auf dem Bild unten sehen können, können Sie leicht die Abhänge und Unterwasserinseln finden. Das sind die Strukturen, nach denen ich suche.

Was Für ein Fang! Großhechtdoublette beim Schleppen.