25 Feb

Zanderangeln – Mit dem Wobbler auf Zander

Ein Blogbeitrag von Timo Seufert

Besonders in der Nacht spielt der Wobbler seine Stärken aus.

Irgendwann kommt alles wieder in Mode, so auch das Zanderangeln mit Wobblern.
Nachdem es für viele lange Zeit keine Alternative mehr zum Gummiköder gab, erfreut sich das Hardbaitfischen auf Zander seit einigen Jahren wieder mehr und mehr Beliebtheit.
Der Grund dafür ist simpel – die Gewässer werden immer klarer, immer weniger Zander lassen sich tagsüber fangen, die Fressphasen verlagern sich überwiegend ins oberflächennahe Wasser in die Nacht und dort spielt der Wobbler seine Stärken aus !

Zanderangeln – Köderführung

Die Köderführung ist absolut kein Hexenwerk und macht das Fischen mit Wobblern auch für Einsteiger besonders attraktiv.

Führungsstil 1

Eine sehr simple aber dennoch überaus effektive Variante den Wobbler fängig anzubieten ist das langsame Einkurbeln des Köders. Wichtig, nach längerer Zeit ohne Biss sollte man die Geschwindigkeit beim einholen etwas variieren.

Grundlegend darf es im Sommer noch eine etwas schnellere (aber dennoch passive) Köderführung sein. Ab Wassertemperaturen > 10 °C sollte man langsam aber sicher eine extrem langsame Köderpräsentation anwenden bei der der Wobbler gerade noch so seine Aktion zur Entfaltung bringen kann.

Steht der Wobbler in der Strömung darf so eine Kurbelumdrehung mit einer 3000 – 4000er Rolle ruhig mal ein paar Sekunden (6-8 Sek.) dauern.

Führungsstil 2

Speziell im Sommer, wenn sich viele Brutfische im Gewässer tummeln, kann es Sinn machen, dem Wobbler etwas mehr Aktion zu verleihen. Mit ein oder zwei kurzen kräftigen Schlägen aus dem Handgelenk lässt man den Köder aus seinem monotonen Lauf ausbrechen und legt dann einen kurzen, bis zu 3-4 Sekunden lang andauernden Spinnstop ein.

Zu 90% der Fälle kommt der Biss auf den stehenden Köder! Deshalb möglichst nicht den Kontakt zum Köder verlieren. Dieser Führungsstil ahmt einen verletzten Fisch nach und lockt oftmals den Zander trotz eines Überangebots an Nahrung aus der Reserve.

Warmes Wasser und Twitchbewegungen:
Eine fängige Kombination.

Zanderangeln – Spotwahl

Zwar gibt es bei der Stellenwahl jahreszeitliche Unterschiede, aber theoretisch lassen sich an allen folgend genannten Strukturen ganzjährlich Fische überlisten:

– Gleithänge (Innenkurven an Flüssen, Feinsedimentbänke auf denen sich die Fischbrut tummelt – Sommer bis Spätherbst – Richtung Strömung werfen und vom tiefen ins flache Fischen ; Köderführung extrem flach)
– Strömungskante (an Buhnen, Hafeneinfahrten oder unterwasserliegenden Strukturen, die Fische lauern auf herantreibende oder umherziehende Beute – das ganze Jahr – möglichst entlang der Strömungskante fischen; Köderführung 0,5m – 2m tief)
– (flache) Buhnenfelder ( Würfe in die Buhne oder entlang der Steinschüttung können Erfolg bringen – Frühsommer bis Spätherbst; Köderführung extrem flach)
– Steinpackung (Strecke machen oder ausharren ! Die Fische patrouillieren auf der Suche nach Grundeln, Jungfisch und Co. an der Packung entlang, auf kurz oder lang findet man einen Trupp oder der Trupp zieht vorbei – das ganze Jahr – parallel zum Ufer abfischen; Köderführung grundnah bis extrem flach )
– Uferbuchten/-taschen (ähnlich Strömungskante, jedoch sehr flach fischen)

Die beste Zeit zum Angeln mit Wobblern ist definitiv die Abenddämmerung und die Nacht, aber auch die dunklen frühen Morgenstunden können Erfolg bringen. Bei intensiver Trübung des Gewässers kann auch der Tag Fangerfolg bringen.

Mit dem richtigen Platz sind sehr gute Fänge zu erwarten.

Zanderangeln – Köder-Farbwahl

Bei der Farbwahl sollte man die Bedingungen im Auge behalten. Natürliche Farben können theoretisch immer erfolgreich sein, schließlich ändern Beutefische nicht einfach die Farbe, um jedoch auf gewisse Umweltbedingungen zu reagieren, lohnt sich ein Blick auf die Farben in der Köderbox.

  natürliche Farben (gedecktes grün, bräunlich, weiß/silbrig und andere Farben die sich an im Gewässer natürlich vorkommender Beute orientiert)
Wie bereits erwähnt können diese Dekore immer Fisch liefern, da sie die natürlich vorkommende Beute imitiert.

In diesem Fall konnte der Zander einem natürlichen blauen Wobbler nicht widerstehen.

Schockige Farben (Neonfarben, starke Kontraste, grelle Farben)

besonders gut geeignet für trübes Wasser (auch tagsüber), in trüben Nächten sorgen sie für einen deutlicheren Kontrast unter Wasser oder für den gewissen Schlüsselreiz, wenn im klaren Wasser keine Bisse kommen.

Bi trübem Wasser sind auffällige Farben empfehlenswert.

– „Geheim“tip (schwarz)

Schwarze Köder werden in der Nacht oft belächelt, dabei bieten sie mitunter – vor allem in klaren Nächten und bei viel einströmendem (Mond-,Laternen-…) Licht – den größten Kontrast im Wasser. Die Zander schauen ins helle und erkennen deshalb eine schwarze Silhouette bestens in der Nacht. Klares Wasser, klare Nächte, da kann schwarz zur echten Geheimwaffe werden. Gerne dürfen diese schwarzen Köder als Zusatzreiz einen roten Punkt oder ähnliches haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.