03 Mrz

Zander- und Barschangeln – Das Carolina- und Texas-Rig

Ein Blogbeitrag von Jacqueline Milz

Aktuell gibt es eine Vielzahl an Techniken zur Köderführung für die Angelei mit Gummifischen oder auch Naturködern.

Ob Carolina-, Texas-, Kickback-Rig, Drop-Shot, jiggen, faulenzen und wie sie alle heißen, doch welche Methode eignet sich wofür und ist die Richtige in verschiedenen Situationen?

Ich werde euch hiermit das Carolina- und das Texas-Rig etwas näher erklären.

Jacky mit schönem Finessezander

Ursprünglich kommt das Carolina oder auch C-Rig genannt aus den USA, wie der Name schon vermuten lässt, aus dem Bundesstaat North Carolina. Ähnlich ist es beim Texas-Rig (T-Rig), es stammt tatsächlich aus Texas☺, wo sie speziell für das Angeln auf Schwarzbarsche mit Würmern entwickelt wurden. Durch die Bassmaster Classics Turniere sind sie sehr berühmt geworden. Heutzutage sind diese feinen Methoden in die Barsch und Zander Jagd kaum noch wegzudenken.

Leicht zu Knoten und effektiv

Der Aufbau dieser Montagen ist sehr simpel. Sie unterscheiden sich nur geringfügig. Man benötigt ein sogenanntes Bulletblei (Patronenförmiges Blei), eine Glasperle, einen kleinen Wirbel bzw. Einhänger, ein Stück Vorfachschnur (im Idealfall Fluorocarbon) und zu guter Letzt einen scharfen Haken. Beim Carolina-Rig wird das Blei mit einem Wirbel bzw. Einhänger auf Abstand zum Haken und Köder gehalten. Ich wähle meistens eine Länge von ca. 50 cm. Am Texas-Rig bindet man den Offset Haken ohne Wirbel oder Einhänger direkt bei der Glasperle am Vorfach fest.

Das Carolina-Rig kann man getrost etwas schwerer fischen, was die Köderkontrolle sehr vereinfacht, da der Köder durch den Abstand zwischen Blei und Haken wie schwerelos in Richtung Grund sinken kann. Dies gaukelt dem Fisch ein reales Verhalten der imitierten Beute vor. Am besten führt man das Rig mit kleinen Sprüngen über den Boden, wie beim Faulenzen, doch die Pausen sollten definitiv länger ausfallen. Achtung, in dieser Zeit kommen meist die Bisse. Außerdem kann man sehr große Wurfweiten mit dem C-Rig erzielen, daher eignet es sich hervorragend um große Gewässerflächen nach unseren Zielfischen im Handumdrehen abzusuchen.

Das Texas-Rig hat seine Stärken vor allem in krautigen Gewässern. Das Bullet-Blei mit der Glasperle und Köder am Offsethaken bilden dabei eine Einheit, die mühelos auch durch dicke Wasserpflanzen und anderes Unrat geführt werden kann. Bedienen kann man das Rig ganz unterschiedlich: schnell oder in Zeitlupe, liegt an den Bedürfnissen der Fische. Welche Methode die bessere ist, gilt es rauszufinden. Wenn die Fische einmal gefunden wurden, kann man mit dem T-Rig wahre Sternstunden erleben.

Der extra Reiz an schwierigen Tagen

Beide Montagen haben noch einen extra Reiz, der an schwierigen Tagen mit zickigen Fischen über den Erfolg entscheiden kann. Durch das anziehen oder auch jiggen der Montagen, erzeugt das Blei mit der Glasperle ein lautes Klicken unter Wasser, das jeden Fisch neugierig macht. Manchmal ist das den Flossenträgern auch zu viel Lärm, dann nutzt man anstatt einer Glasperle einfach eine Gummiperle. Da sich der Haken bei beiden Methoden frei bewegt, kann unser Zielfisch den angebotenen Köder leichter einsaugen, was unserer Bissausbeute sehr zugute kommt.

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Vorteile auf einen Blick 

C-Rig:

leicht zu führen / einfach zu knoten / schwerelose Absinkphase / wenig Fehlbisse / hohe Wurfweiten / perfekt zum Absuchen des Gewässers

T-Rig: 

Perfekte Bisserkennung / Klicken nah bei Köder / bestens für Kraut geeignet / einfach zu knoten / natürliches Laufverhalten / perfekt zum grundnahen Fischen

Das richtige Equipment

Empfehlenswert: Der Owner Yuki Bug am Drop Shot Rig

Auch die einzelnen Komponenten spielen beim Carolina- und Texas-Rig eine sehr wichtige Rolle. Es empfiehlt sich, nicht zu steife bzw. harte Ruten zu verwenden, die aber dennoch über ein starkes Rückgrat verfügen um beim Anhieb den Haken sicher in das Fischmaul zu setzen. Als Spinnrute kann ich euch die Balzer Shirasu IM 12 in der Ausführung Finesse oder Finesse Light wärmstens empfehlen. Je nach Ködergröße und Gewässerart könnt ihr zwischen dem etwas schwereren und dem leichteren Modell wählen. Die Rolle sollte auch nicht zu groß ausfallen, als Schnur ist eine eine dünne Geflochtene empfehlenswert, um eine gute Bisserkennung zu gewährleisten. Als Köder eignen sich viele Varianten. Ob ganz normale Gummifische, Twister oder auch Tau- oder Rotwürmer, es gibt nichts, was nicht unversucht bleiben sollte. Doch die wahren Stärken dieser Rigs sind Krebsimitate, wie den Yuki Bug von Owner oder, meinen persönlichen Geheimtipp, der Perch Collector aus der Shirasu Serie. Probiert diese Montagen unbedingt aus, ihr werdet begeistert sein, wie einfach man Zander und Barsch damit überlisten kann.

Montage & Tipps meinerseits

Ihr benötigt für meine  Montage:

2 verschiedene Fluorocarbon stärken (0,40 und 0,30)

1 Glasperle

1 Bullet Blei

1 Wirbel oder Einhänger

1 Offset-Haken

1 Köder

Bindet an die geflochtene Hauptschnur das 0,40 Fluorocarbon mit Blei und Glasperle, dann ein Wirbel und anschließend das 0,30 Fluorocarbon mit Haken.

Die zwei unterschiedlichen Fluorocarbon Stärken schützen unsere Gewässer und unseren Geldbeutel, denn falls sich der Köder irgendwo festsetzt reißt man nicht die komplette Montage ab, sondern nur das dünnere Fluorocarbon, so muss man nicht alles neu Binden.

Einfach, preiswert und fängig: Das Carolina Rig – hier kam der Owner Juster Shad zum Einsatz.

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