29 Jan

Zanderangeln am Haringvliet und Hollands Diep vom Ufer

.

Ein Bericht von Eric Wooßmann, Dirk & Jan Ditters, Uga-Stavros-Kotanidis und Leon Kreß

.

Quelle: https://www.google.de/maps

.

Das Hollands Diep (auch Rhein-Maas-Delta genannt) ist der gemeinsame Mündungsbereich der Flüsse Rhein, Maas und Schelde im Südwesten von Holland. Gemeinsam entsteht eine gewaltige Wasserfläche, die mit dem Haringvliet in die Nordsee mündet. Mit zunehmender Nähe steigert sich auch der Salzgehalt und aus dem Süßwasser wird Brackwasser. Vor allem für den Uferangler bilden sich Probleme, da die große Wasserfläche zunehmend unübersichtlich wirkt und die Suche nach den Zandern äußerst schwierig werden kann. In diesem Blogbericht wollen wir dir ein paar Tipps geben, wie, wo und womit du an die tollen Zander des Rheindeltas vom Ufer gelangst.

.

.

Die Hardware

Eine geeignete Zanderrute sollte nicht zu leicht ausfallen, da häufig weite Wurfdistanzen erforderlich sind. Durchgesetzt haben sich Modelle mit einer Länge zwischen 2,50m und 2,70m in einer Wurfgewichtsklasse zwischen 15 und 60 Gramm.


Shirasu IM-12 Pro Staff Rute Zander

Das Gleiche gilt für Rolle und Schnur. Tatsächlich haben wir in der Vergangenheit auf auf tendentiell größere Modelle zurückgegriffen, um Wurfdistanzen maximieren zu können. Zum Einsatz kamen 3000er und 4000er Stationärrollen. Wegen harten Bedingungen und Steinpackungen sollte man auf ein langlebiges, sowie robustes Modell setzen. Die Schnur sollte wiederum nicht zu dünn sein, da man häufig mit einer Steinpackung am Ufer und großen Hechten zu kämpfen hat. Hier haben wir auf eine Geflochtene zwischen 0,12mm und 0,14mm zurückgegriffen.

.

Köder und Montagen

Zum Zanderangeln setzen wir in der Regel auf klassisch-schlanke Gummifische ein, dessen Größe von der Jahreszeit und der Brutfischgröße abhängen. Meist kommen jedoch Modelle zwischen 9,5cm und 12,5cm zum Einsatz. Bedingt Durch ihre Form weisen schlanke Gummis ideale Wurfeigenschaften auf und lassen sich von den Zandern ideal einsaugen. Die Montagen haben wir immer so einfach wie möglich gehalten. Das bedeutet, dass meist eine klassische Montage am Jighead zwischen 10 und 21 in zum Zug kam. Das Gewicht hängt neben der Gewässertiefe stark von der Windstärke ab. Desweiteren haben sich auch schlanke Wobbler für denn Einsatz am Abend bewährt. Dabei eignen sich Modelle, die nicht zu stark flanken! Wer einem Stahlvorafch nicht vertraut sollte ein Fluorocarbon in nicht zu dünnem Durchmesser wählen. Sowohl Steinpackungen als auch große Hechte gelten hier als Gefahrenherd. Wir haben Modelle zwischen 0,50 mm und 0,60mm genutzt ohne Schwierigkeiten zu haben. Auf einen Stinger kann man in der Regel verzichten, da die Zander den Köder meist vehement einsaugen. Wer jeden Biss verwandeln möchte sollte dennnoch auf einen Angsthaken zurück greifen.

Als gute Köderfarben haben sich vor allem auffällige Kunstköder durchgesetzt. Ein Beispiel ist der Z Shad in der Farbe Mahi Mahi (auf dem rechten Foto der zweite Grummifisch von oben). Als Führungstechnik kam ganz klassisch die Faulenzermethode, sowie das klassische Jiggen zum Zug. Hardbaits sollte man allerdings ganz anders führen. Ab der Dämmerung jagen Zander gerne in Ufernähe. Jetzt sollte man den Köder einfach entlang der Steinpackung (entgegen des Wellengangs oder der Strömung) werfen und in Zeitlupentempo ranziehen. Achtung: Zieht den Köder immer bis vor die Füße, da Zander häufig dort lauern und den Köder attackieren – rasante Bisse sind garantiert!

.

Wo lohnt es sich zu angeln?

Riesige Gewässer, wie das holländische Rheindelta stellen uns Angler zunächst vor eine große Herausforderung. Strukturen und Hot Spots sind mit dem blosen Auge nur sehr schwer ausfindig zu machen. Der Fisch kann überall stehen. Als ganz besonders interessante Angelstellen stechen jedoch Häfen mit ihren Einfahrten, sowie rausragende Steinpackungen hervor. Im folgenden zeigen wir dir ein je ein Beispiel:

1. Der Hafen von Hellevoetsluis

In diesem Hafen starten jährlich die größten Angelturniere Europas. Zahlreiche Boote sammeln sich in Hellevoetsluis. Nach dem Startschuss fahren Sie meist auf den offenen Gewässerbereich. Doch auch im Hafen, sowie in der Einfahrt tummeln sich gerne die Räuber!

2. Den Bommel

Im Hafen von Den Bommel ragen zwei lange Steinpackungen in den offenen Gewässerteil. Eine davon lässt sich super betreten. Von dort aus kann man im „Kanal“, der zum Hafen führt ideal fischen. Sobald es kalt wird schwimmen die Brutfische in den Kanal. Die großen Räuber ziehen unmittelbar nach. Wenn das der Fall ist stehen im gesamten Umfeld Raubfische, die auf deinen Z Shad warten!
Wichtiger Tipp: Wenn du hier einen Angeltag planst, solltet du unbedingt den Wind im Auge behalten. Bei starkem Gegen- oder Seitenwind ist eine ordentliche Köderführung kaum gewährleistet.

Filme:

Water Reports sind kurze Berichte vom Wasser. Erkennt ihr die Stellen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.