01 Apr

Vertikalangeln vom Ufer

Zanderangeln, Barschangeln – Ein Blogbeitrag von Timo Waschitzki

Künstlich angelegte Kanäle, Hafenanlagen oder Spundwände in unterschiedlichsten Gewässerarten bieten Uferanglern beim Zanderangeln die Möglichkeit, auch ohne Boot eine vertikale Köderpräsentation vorzunehmen.

Auf den teils kilometerlangen Abschnitten bietet sich somit die Möglichkeit, jederzeit vertikal beim angeln auf Zander und Barsch „zuzuschlagen“. Spundwände habe ich anfänglich tatsächlich missachtet und sie links liegen gelassen – ein großer Fehler wie ich heute weiß. Dicht an den Spundwänden lauern Barsche und Zander auf Ihre Beute, denn sie bieten einer Vielzahl von potenziellen Beutefischen Deckung und Schutz.

Oft unterschätzt: Kilometerlange Spundwände!

Um an solchen Gewässerabschnitten erfolgreich beim Fang der Stachelritter zu sein, bedarf es keiner prall gefüllten Tackletasche. Bereits mit wenigen, aber gut laufenden, Ködern, wie Gummifischen, Twistern High- und Low Action Shads mit passenden Jigköpfen stehen wahren Sternstunden nichts mehr im Wege.

Wenig Ausrüstung sorgt für mehr Durchhaltevermögen.

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Das Tackle

Kurze Ruten bis 2,60m sind ideal zum Vertikalangeln.

Da wir an Spundwänden praktisch direkt über dem Fisch stehen, sind kurze Rutenmodelle vorteilhaft. Ähnlich wie bei der vertikalen Bootsfischerei, reichen hier straffe und schnelle Barsch- und Zanderruten mit ca. 2,60m vollkommen aus. Wer allerdings nur über längere Angelruten verfügt, kann auch hiermit erfolgreich fischen, da der Winkel der Rute durch unsere Standposition perfekt angepasst werden kann.

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Das Wurfgewicht der Angelrute muss nicht sonderlich hoch sein. Wurfgewichte bis 50gr sind hier vollkommen ausreichend um beim angeln auf Zander und Barsch erfolgreich zu sein. Da die Bisse vertikal doch teilweise sehr brutal kommen und unmittelbar mit einem beherzten Anschlag quittiert werden müssen, sind die bereits erwähnten Rutenmodelle gegenüber feinen Dropshot- oder Finesseruten deutlich im Vorteil. Kleine Stationärrollen der 2500er – 3500er Größe, gefüllt mit 0,10er-0,12er Geflecht, runden das vertikale Angelgerät ab. Wer lieber mit Triggergriff-Ruten fischt, greif entsprechend auf eine Baitcasterrolle zurück.

Wenn alle Komponenten perfekt abgestimmt sind, sind Fänge, wie dieser Zander keine Seltenheit mehr.

Weniger ist manchmal mehr – auch bei Ködern gilt „Klasse statt Masse“

Neben dem gewählten Angelgerät an sich, spielen funktionierende und fängige Vertikalköder selbstverständlich eine große Rolle.  Immer dann wenn Unmengen an Kleinfischen im Gewässer vorkommen, was hauptsächlich im Frühjahr und Sommer der Fall ist, wähle ich kleine Ködermodelle zwischen 5-8cm. Sobald dann aber der Herbst an der Tür klopft und der Winter nicht mehr weit ist, in dem Raubfische wie Zander, Barsche und Zander auch im natürlichen Fressverhalten gerne größere Beute jagen, dürfen auch gerne Köder mit bis zu 20cm Länge unter meiner Rutenspitze auf und ab tanzen.

Ich bevorzuge Action- und No-Action-Shads, welche sich schön langsam auf der Stelle anbieten lassen und ihr Spiel unter Wasser vollziehen können. Doppelschwanzköder bieten hier einen extremen Reiz, wenn sich die Gummienden wie Tentakeln unterschiedlich bewegen.

Meine Köder biete ich an normalen Rundkopf-Jigs an. Größen zwischen 0/1-0/3 haben sich hierbei als hervorragend herausgestellt. Fallen die Gummifische zum Jahresende hin größer aus, wird einfach ein Stinger montiert und der Köder behält weiterhin sein volles Spiel. Zu große Jigköpfe nehmen einem Köder die Möglichkeit, seine Beweglichkeit voll auszuschöpfen.

Damit unsere Köder möglichst immer unter der Rutenspitze angeboten werden, wähle ich Jigköpfe zwischen 15-20gr. aus. Das Bleigewicht spielt hierbei auch eine für mich untergeordnete Rolle, so dass auch gerne mehr gewählt werden kann. Unsere Gummiköder heben und senken wir schließlich selbst, so dass wir die „Absinkphase“ kontrollieren und auch 30gr-Köpfe ohne Probleme von unseren Zielfischen eingesaugt werden können.

Es bedarf keiner großen Ködersammlung beim Vertikalangeln.

Das schwächste Glied der Kette muss halten

Spundwände haben leider die Eigenschaft, dass sich dort oftmals vieles an Unrat in unmittelbarer Ufernähe, im Wasser, befindet. So ärgerlich solche Hängerquellen auch sind, so bieten sie aber auch Versteckmöglichkeiten bzw. Lauerstellungen für Zander und Barsche.

Bedingt dadurch, dass solcher Unrat nicht selten auch sehr scharfkantig ist, wähle ich mein Fluorocarbon ruhig eine Nummer stärker und nutze dieses in Durchmessern von 0,30mm – 0,40mm. Dank der nahezu nicht vorhandenen Sichtbarkeit unter Wasser, spielt der Durchmesser eine eher untergeordnete Rolle. 

Ob man das Vorfach direkt mit der geflochtenen Hauptschnur verknotet, oder beides durch Wirbel verbindet, ist Geschmackssache. Ich bevorzuge es, sie direkt miteinander zu verbinden und keinen Wirbel dazwischen zu schalten.

Ein weiteres wichtiges Zubehörteil stellt der Karabiner dar. Wie erwähnt, kommen die Bisse meist knallhart. Hier ist es meiner Meinung nach unverzichtbar, auf Qualitätskarabiner zurückzugreifen. Unter Belastung dürfen sie sich weder öffnen, noch aufbiegen. Es eignen sich Modelle aus der Balzer Shirasu und Owner Serie.

Hier kann man das Größenverhältnis der Shirasu Snaps sehen, ideale Vorlage für Onlineshops.
Owner steht in der Haken und Zubehörbranche für japanische Spitzenqualität.

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Daneben noch eine Zange, ein Maßband und einen Spundwandkescher eingepackt und schon kann die Zander- und Barschjagd losgehen.

Autor Timo mit Großzander: Ein Zeichen, dass die Komponenten gut zusammen gestellt wurden.

Wie gehe ich vor?

Kommen wir nun zur Technik. „Vertikal“ bedeutet, seine Zander oder Barschköder direkt unter der Rutenspitze anzubieten. Vertikal bedeutet nicht, den Köder bis zum Grund absinken zu lassen und ihn dann einfach im Schritttempo hinter sich herzuziehen. Natürlich lässt sich auch so der ein oder andere Zander oder Barsch überlisten, allerdings sprechen wir hier von einer anderen Technik namens „Schleifen“. Wir lassen also unseren Köder zum Grund hinunter, schließen den Rollenbügel und nehmen so viel Schnur wieder auf, dass die Rutenspitze in etwa auf Höhe der Oberkante der Spundwand ausgerichtet ist.

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Barsche und Zander sind die Hauptabnehmer beim Vertikalangeln.

Wir heben die Rute nun bis zu einem Meter an, gehen ein bis zwei Schritte und lassen den Köder an straffer Schnur wieder zum Grund herab. Dieses geschieht, indem wir die Rutenspitze wieder langsam absenken. Zwischendurch ist es immer auch einen Versuch wert, den Köder nach dem Anheben für einige Zeit auf der Stelle zu halten und ihn mit Hilfe der Gegebenheiten arbeiten zu lassen.  Auch ein leichtes Zittern mit der Rutenspitze kann manchmal den Schlüsselreitz darstellen.

Dieses wiederholen wir nun unzählige Male, bis unsere Zielfische zuschlagen. Hierbei können wir ordentlich Strecke machen bis wir erste Kontakte zu den Barschen und Zandern erhalten.

Vorsicht – Suchtgefahr!!!

Auch wenn diese Methode langweilig klingt, so könnt ihr mir glauben – die Einschläge direkt unter der Rutenspitze sind brutal und machen süchtig.

Die Rollenbremse sollte nicht zu hart, aber auch nicht zu weich eingestellt sein. Denkt immer daran, dass ihr direkt mit krummer Rute über dem Räuber steht und er versuchen wird, die ein oder andere Flucht hinzulegen.

In regelmäßigen Abständen, meist in den wärmeren Monaten, lohnt es sich auch, den Köder vom Grund aus an die Oberfläche zu „schlagen“. Hierbei dreht ihr einfach langsam ein, als wolltet Ihr den Köder nur aus dem Wasser holen. Das wichtige dabei ist allerdings, dass ihr während des Kurbelns leichte Schläge mit der Rutenspitze ausübt und dem Köder somit noch hektische Bewegungen verleiht. Nicht selten folgen grade Barsche dem Köder bis dicht unter die Wasseroberfläche um im letzten Moment noch zuzuschlagen.

Doch auch das leichte Schlagen der Rutenspitze, während der Köder knapp über Grund gehalten wird, wird euch weitere Bisse und letztendlich schöne Fische bringen. Hierbei könnt ihr kurze, knackige Schläge ausüben und somit ein wild umher tanzendes, verletztes Fischchen imitieren.

Probiert es aus und berichtet uns gerne von euren Erlebnissen und Fängen. Wir freuen uns darauf.

Voll inhaliert: Von diesem Zandercollector hat der Stachelritter nichts übrig gelassen.

Petri Heil und fangt ein paar Barsche und Zander am Wasser wünscht euch

Timo Waschitzki

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26 Mrz

Wir sind Balzer!

Es hat sich viel getan, die Angelteams von Balzer haben sich stark verändert, es sind neue Teams entstanden und es sind neue Menschen hinzugekommen. Vor allem das riesige Balzer/Owner Pro Staff und Supporter Team sorgt mit ihren regelmäßig kapitalen Fängen, rund um Hechte, Zander, Barsche und mehr immer wieder für Aufsehen. Ebenfalls unsere Forellenangler haben viele neue Produktinnovationen für das moderne angeln auf Forelle entwickelt, von denen ihr jetzt und in Zukunft profitieren könnt. Das Feedermaster Team hat neue Gesichter hinzugewonnen und unterstützt uns im Vollen, damit du erfolgreiche Tage beim Angeln auf Brasse, Karpfen und Schleie erleben kannst. Lange haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Adrenalin C@t Team ein eigenes Welsprogramm entworfen, welches sich echt sehen lässt. Jedem sollte das MK Adventure Programm von Matze ein Begriff sein. Auch im vergangenen Jahr hat er beispielsweise eine neue Wobbler- und Boilieserie zum Zander- bzw. Karpfenangeln entwickelt, dessen Beliebtheit kaum in Worte zu fassen ist.



Die Balzer-Teams:

Team Adenalin C@t 

Name: Timo Waschitzki
Hausgewässer: Niederrhein und Nebengewässer sowie diverse Seen Zielfisch: Waller (und andere Räuber)
Lieblingsmethoden: Klopfen und Ansitzen
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung und Support bei Messen
Kontakt: facebook.com/Timo Waschitzki, Instagram: timo_waschitzki_fishing

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Name: Sascha Thieme
Alter: 02. November 1986
Hausgewässser: Main und Rhein
Zielfisch: Wels
Lieblingsmethoden: Ansitzangeln auf Wels
Kontakt: Facebook: Sascha Thieme
Beschreibung: Ein erfahrener und wallerverrückter Kerl Er angelt nun seit über 18 Jahren und seine Leidenschaft ist wie eine „Droge“. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der stationären Fischerei in Flüssen und Seen, zu Anfang in Gewässern wie Spree, Elbe und Oder.

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Mark Siefert unterstützt zusätzlich zum Pro Staff Team auch das Team Adrenalin C@t
Name: Sebastian Uhl Reinhardshofen, arbeitet bei Schaeffler Welsangeln (Deutschland, Italien)

Balzer Owner Pro Staff Team 

Name: Max Docken
Hausgewässer: Neckar und Nebenflüsse
Zielfisch: Forelle, Barsch, Döbel
Lieblingsmethode: Kunstköderangeln mit Gummi
Aufgabe bei Balzer: Social Media, Produktentwicklung, Support bei Messen
Kontakt: facebook.com/max.fischer.125, Instagram: max_balzer_fischer

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Name: Matthias Melchior
Hausgewässer: Niederrhein, Kanäle im Ruhrpott, Niederlande
Zielfisch: Barsch, Wels
Lieblingsmethode: Spinnfischen und Ansitz auf Wels
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung und Support bei Messen
Kontakt: facebook.com/matthias melchior, Instagram: Matthias Melchior

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Name: Jacqueline Milz
Hausgewässer: Niederlande
Zielfisch: Hecht, Zander, Barsch
Lieblingsmethode: Jiggen, Faulenzen, C-Rig
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung und Support bei Messen
Kontakt: facebook.com/jacky.milz, Instagram: jacquelinemilz

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Name: Timo Seufert
Hausgewässer: Teiche & kleine Flüsse/Bäche, Rhein und Main
Zielfisch: Allrounder, alles was man mit Kunstköder beangeln kann
Lieblingsmethode: Fischen mit Soft- und Hardbaits
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung, Support bei Messen
Kontakt: facebook.com/timo.salar, Instagram: timosalar

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Name: Rick Visser
Hausgewässer: Ijssel
Zielfisch: Hecht, Zander, Barsch
Lieblingsmethode: Schleppfischen oder werfen vom Boot, je nach Bedingungen
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung und Support bei Messen
Kontakt:, facebook.com/rick.visser.7524, Instagram: Rick_Visser

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Name: John Chowns   Alter: 06.07.1981, geb. in England. Lieblingsmethoden: Meine Vorliebe ist es, allen Arten von Raubfischen nachzustellen, insbesondere den Barschen, Zandern und Hechten. Sein Unternehmen und weitere Tätigkeiten: 2012 gründete ich das Unternehmen Johnny Release und startete meine Guidingkarriere. Seit 2014 arbeite ich als freier Autor und schreibe diverse Raubfischberichte für den Paul Parey Verlag, erstelle Videos, produziere DVDs usw. 2015 trat ich im Alumacraft Team ein und unterstütze das amerikanische Unternehmen als erster und einziger Team Angler in Deutschland.

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Name: Christian Kahl
Alter: 19. Februar 1986
Wohnort: Essen
Beruf: Elektrotechniker
Lieblingsmethoden: Raubfischangeln in den Gewässern in NRW und Holland. Jiggen, Dropshot, Deadbait, Spinnfischen mit Wobbler. Daneben auch Allroundangeln

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Name: Mark Siefert
Alter: 22. Juli 1985
Wohnort: Bochum/NRW Beruf: Industriemechaniker
Lieblingsmethode: Spinnfischen mit Hard/Softbaits, Finesse-angeln und aktives Welsangeln. Jede freie Minute nutze ich, um vorwiegend dem Raubfisch mit diversen Kunstködern und Techniken vom Ufer aber auch vom Boot nachzustellen. Egal ob Zander, Barsch, Hecht oder auch Wels, ich freue mich über jeden Fisch, den ich überlisten kann.
Gewässer: Zu meinen bevorzugten Jagdrevieren gehören die Niederlande, Rhein und Ruhr

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Name: Jonas van den Brock
Alter: 27. Oktober 1997
Wohnort: Rheinberg bei Wesel
Beruf: Gelernter Industriemechaniker.
Methoden und Geschichte: Hab als kleiner Junge im Vereinssee mit dem Friedfisch Angeln begonnen. Mit 14 dann gezielt auf große Karpfen geangelt. Ich betreibe hauptsächlich das Spinnfischen auf Hecht, Barsch und Zander. Mein Steckenpferd liegt aber beim Hecht angeln. Hauptgewässer: Benachbarte Gewässr in den Niederlanden

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Name: Manuel Mühlberg
Alter: 09. Februar 1991
Wohnort: Karlsruhe
Beruf: Gelernter Mediengestalter und Medienfachwirt
Angelmethoden: Raubfischangeln ist meine große Leidenschaft Hausgewässer: Dazu zählen verschiedenste Seen und Fließgewässer rund um Karlsruhe sowie große Gewässer in Holland. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf das gezielte Beangeln von Hecht, Zander, Barsch, Rapfen und Wels.

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Name: Sven Haupt
Alter: 16. März 1983
Wohnort: Lünen Balzer
Beschäftigungen: Supporter und Guide für Raubfischtouren in NRW und Holland.
Hauptzielfisch: Hecht
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung, Social Media, Support bei Events und Messen Videos.

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Name: Daniel Artz
Alter: 01.01.1988
Wohnort: Rheinberg
Geschichte: Hab als kleiner Junge im Vereinssee mit dem Friedfisch Angeln begonnen. Mit 14 dann gezielt auf große Karpfen geangelt.
Lieblingsmethoden: Ich betreibe hauptsächlich das Spinnfischen auf Hecht, Barsch und Zander. Mein Steckenpferd liegt aber beim Hecht angeln. Hauptgewässer: Niederlande

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Name: Senad Milbrodt
Alter: 08. Mai 1981
Wohnort: Essen
Beruf: Thyssenkrupp Uhde als verantwortliche Schweißaufsichtsperson und Qualitätssicherheitsprüfer für Schweißkonstruktionen. Lieblingsmethoden: Raubfischangeln, größtenteils in Holland Bootsangeln, Bellybootangeln
Zielfische: Hecht/Zander/Barsch/Waller/Rapfen

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Balzer Trout Attack Team

Name: Olaf Kaufmann
Alter: 27. Mai 1970
Wohnort: 59379 Selm
Lieblingsmethoden: Forellenangeln, Raubfischangeln, UL-Angeln
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung, Social Media, Support bei Events, Messen und Videos.

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Name: André Schaffrina
Alter: 07. Mai 1995
Wohnort: Kamen
Angelmethoden: Forellenangeln, Raubfischangeln, UL-Angeln
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung, Social Media, Support bei Events und Messen Videos.

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Name: Michael Feige
Alter: 09.08.1980
Wohnort: Dinslaken
Lieblingsmethoden: Forellenangeln, UL-Angeln
Aufgabe bei Balzer: Produktentwicklung, Social Media, Support bei Events und Messen Videos.

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Name: Willi Frosch
Alter: 22. Februar 1944
Wohnort: Kassel
Lieblingsmethoden: Forellenangeln, Raubfischangeln, UL-Angeln, Friedfischangeln
Aufgabe bei Balzer: Händlerbetreuung, Events, Produktentwicklung, Events, Messen, Videos.

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Team Zammataro 

Name: Michael Zammataro
Alter: 21. November 1962
Wohnort: Essen
Erfolge: Teilnahme deutsche Meisterschaften Bundeslandliga Stippfischen 1988 – 2019 aktives Feederfischen mit weit mehr als 100 Gesamtsiegen im In –und Ausland Mehrfacher Deutscher Feeder-Meister Mehrfacher Sieger Zammataro Cup Gartow Mehrfacher Sieger Mosella Finale

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Name: Julian Feuerlein
Hausgewässer: Sand am Main Bagersee
Zielfisch: Brasse und alle anderen Friedfische
Lieblingsmethode: Feedern mit Naturködern
Aufgabe bei Balzer: Verkaufsleiter, Teamangler Team Zammataro
Kontakt: facebook.com/julian.bla.9, Instagram: Julian_081291

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Name: Lorenz Jäger
Alter: geb. 1995,
Beruf: Metzgermeister
Lieblingsmethoden: Angeln ist seit meiner Kindheit Hobby Nummer 1. Heute bin ich 3 bis 4 mal die Woche am Wasser und stelle den Friedfischen mit der Feederrute nach. Aber auch das Angeln auf Wels macht mir riesen Spaß.

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Dennis Strube mit Angelkollege Lorenz Jäger

Name: Dennis Strube
Alter: 10. Januar 1986
Arbeitsplatz/Beruf: Volkswagen: Instandhalter Elektrik. Lieblingsmethoden und Geschichte: Angefangen zu angeln hat er auf Raubfische, dann fing es mit der Kopf- und Matchrute und auch den ersten kleinen Wettkämpfen an. In den letzten Jahren habe ich mich auf das Feederfischen konzentriert und diverse Wettkämpfe gewonnen und Sektorensiege erzielt. Lieblingsmethode ist Methodfeeder auf Karpfen

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Name: Volker Diebel
Hausgewässer: Rückershäusersee
Zielfisch: Brasse, Giebel, Karpfen
Lieblingsmethode: Feeder und Methodfeeder
Aufgabe bei Balzer: Support Team Zammataro
Kontakt: facebook.com/andre.dorr.1

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Name: André Dörr
Hausgewässer: Baggerseen in und um Bamberg
Zielfisch: Brasse, Karpfen
Lieblingsmethode: Methodfeeder
Aufgabe bei Balzer: Außendienst für Bayern Support Team Zammataro
Kontakt: facebook.com/andre.dorr.1
Name:
Bert Otten

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Norwegen Team

Name: Marcus Dietze
Alter: 20. Dezember 1990
Wohnorte: Hamburg/Norwegen
Beruf und Aufgaben: Inhaber: Guided Fishing Tours Marcus Dietze: Als Guide in Steffens Dietze´s Camp managt er eine neue Anlage und führt die Gäste zu den großen Fischen. Auch er ist viele Wochen im Jahr am Wasser und testet unsere Produkte.

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Name: Steffen Dietze
Alter: 21. Januar 1967 Beuflich: Inhaber: Guided Fishing Tour.
Beruf und Aufgaben: Als Guide und Reiseveranstalter (Guided Fishing Tours) kennt er Norwegen wie kaum ein Anderer. Viele Wochen im Jahr ist er am Wasser, testet unsere Produkte und optimiert das bestehende Programm.

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Balzer Meeres Team: Bernd Baye, Danny Schimanski, Andreas Schweitzer, Alexander Moltrecht. Brandungs- und Pilkangeln an Ost-/Nordsee, Dänemark und Norwegen

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Süßwasserteam

Ein echtes Friedfsichteam bestehend aus Matchanglern, Feederanglern und Stippern.
Willi Frosch, Dieter Bernhardt, Hans Otto Hesse, Hans Werner Seifert und Carsten Heckmann

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Team Österreich 

Name: Michael Komuczki

Einer der führenden Friedfisch- und Karpfenprofis in Österreich. Daneben Buchautor und Filmproduzent.
Geburtsjahr: 1959
Beruf: Beamter in Fü-Position/Angelautor/Medienproduzent
Zielfische: Karpfen, Wels und Barbe
Lieblingsgewässer: Donau, Balaton, Tisza in Ungarn und der Po
Aufgaben bei Balzer: Messen und Produkentwicklung

Name: Walter Mayer:

Ein Top-Allrounder, exzellenter Karpfen- und Raubfischangler.

Geburtsjahr: 1956
Beruf: Angestellter in leitender Position/seit 2019 in Pension
Zielfische: Hecht, Wels, Zander und Karpfen
Lieblingsgewässer: Donau, Balaton, Tisza in Ungarn und der Po
Aufgaben bei Balzer: Produktentwicklung und Messen

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Matze Koch

Geburtsdatum/Ort: 04. Dezember 1966 Ostfriesland
Angelorte: Ostfriesland und Holland
Lieblingsmethoden: Angeln auf Karpfen und Raubfisch
Über Matze: Matze Koch aus Ostfriesland ist einer der bekanntesten Angler Deutschlands. Matzes Leidenschaft für den Film verband sich früh mit dem Hobby Angeln. Seit 2002 verfasst Matze Fachartikel für das Monatsmagazin „Fisch&Fang“, und „Der Raubfisch“. Die journalistische Arbeit für die Printmedien weitete sich aus auf Karpfenfachmagazine. Im November 2003 entschied sich die „Fisch&Fang“, der Auflage ihrer Abonnenten eine S-VCD beizulegen, die einige Monate später als DVD erschien. Ein Kurzfilm, den Matze der Redaktion daraufhin anbot, brachte den Einstieg als regelmäßiger Protagonist auf der „Fisch&Fang DVD“. Ab 2013 entstand Zusammenarbeit mit der Firma Balzer im Rahmen der „MK-Boilies“ und Futtersorten. Diese Arbeit ist seitdem deutlich vertieft und der Umfang der Produktpalette mit dem MK Siegel auf Wobbler, Ruten, Rollen und vielem anderen mehr ausgeweitet worden. Im August 2019 erschien dann doch noch ein neues Buch. Der bekannte Kosmosverlag wünschte sich ein Hechtbuch, das mit dem Angler durch die Jahreszeiten geht.

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Die Balzer Filmproduzenten

Sydney

Name: Leon Kreß
Alter: 05. August 2001
Wohnort: Fulda, Auszubildender bei Balzer
Angelorte: Weltweit, heimische Gewässer und tropische Meere
Zielfische: Karpfen, Raubfische im Süß- und Salzwasser
Tätigkeiten: Ausbildung bei Balzer + Videoproduktion, Foto, Schnitt, Blog, und Social Media: Balzer

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Name: Maik Schrader
Alter: 20. März 1997 Wohnort: Lünen
Angelorte: NRW, Holland Allrounder, Videoproduktion, Foto, Schnitt

18 Mrz

Die langweilige, hängerträchtige endlos lange Steinpackung

Ein Blogbeitrag von Eric Wooßmann
Gezielt auf (große) Barsche im Kanal (Mittelland/Elbehavelkanal)

Autor Eric mit prachtvollem Kanalbarsch

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Die meisten Angler fischen an den bekannten „Hot Spots“ im Kanal: An Spundwänden, Brücken und Schleusenbereichen. Doch an den eigentlichen Hotspots fischt so gut wie keiner: die „langweilige, hängerträchtige und endlos lange Steinpackung. Ich kenne das Gefühl gar nicht, dass man zu seinem Spot fährt und die Stelle besetzt ist, denn erstens sehe ich fast keinen Angler an den Packungen fischen und selbst wenn doch, gehe ich einfach hundert Meter weiter. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich im Kanal schon mal einen anderen Angler getroffen habe, der mitten im nichts an der Steinpackung gefischt hat. Während nämlich die bekannten Stellen wie Brücken und Spundwände immer überlaufen oder von Köfianglern breitflächig abgespannt sind, hat man die Steinpackung meistens für sich.
Das war der eigentliche Grund, warum ich mir die Packung mal zur Brust genommen habe.

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Vermeindliche Hot Spots sind überlaufen – doch ebenfalls monotone Steinpackungen halten immer Überraschungen bereit.

Aller Anfang ist schwer, also zog ich wie gewohnt mit einer 30-50g Rute und einem 10-12cm Gummi am 10-15g Jigkopf los. Schnell wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Abriss-Hänger, Abriss-Hänger, doch wo bleibt der ersehnte Fisch. Also ab nach Hause und einen neuen Plan schmieden! Bewaffnet mit einer leichteren Rute (3-14g), der Senso Perch von Balzer und leichteren Köpfen (3-7g) ging es wieder zur ewig langen Steinpackung.Das Ergebnis der Optimierung war zum einen deutlich weniger Hänger durch einen besseren Köderkontakt und zum anderen das leichtere Aufsetzen des Köders auf den Steinen.  Schon kamen die ersten Bisse und somit auch die ersten Fische. Nun ging es darum, die Hängerquote weiter zu reduzieren und die Biss- und Fischquote zu optimieren – jetzt wusste ich ja, dass die Fische am Platz sind.

Doppelte Freude statt Ärger über Abrisse!

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Rubberjigs, Chatterbaits, Spinnerbaits, Cheburashka am Offset Haken, Jigspinner und flach laufende Wobbler für die Dämmerung sind meine absoluten Favoriten für das Fischen an der Packung.

Erics Lieblingsköder

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Ab jetzt waren es keine Zufallsfänge mehr, sondern ich bin gezielt mit dem richtigen Tackle losgezogen, um erfolgreich an der Steinpackung zu angeln. Durch die richtige Auswahl der Köder und das dazu abgestimmte Gerät fange ich regelmäßig große Barsche und nicht selten gute Zander als gerngesehen Beifang.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil für die erfolgreiche Angelei ist eine Polbrille, um markante Stellen an der Steinpackung zu sichten: ein Wechsel von groben auf feine Steine, ausgespülte oder betonierte Bereiche von Entwässerungen oder Regenzuläufen, starker Schilf- oder Pflanzenbewuchs an Uferabschnitten und der Winkel, von dem aus die Steine ins Wasser ragen, denn jede noch so kleine Veränderung bietet Unterschlupf für Grundeln oder andere Friedfische und somit die perfekte Grundlage für die Räuber, auf die wir es abgesehen haben.

Eine Polbrille kann helfen um Unterwasserstrukturen besser wahrnehmen zu können.

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Wann welcher Fisch:

Zander fängt man am besten in der Dämmerung oder an trüben oder verregneten Tagen. Wenn viel Schiffbetrieb herrscht und dadurch der Kanal besonders trüb ist, hat man auch an sonnigen Tagen gute Chancen.

Barsche fängt man am besten in den Morgenstunden sowie in der Dämmerung. Am Tage funktioniert es besonders gut an Sonn- und Feiertagen, wenn wenig bis gar keine Schifffahrt vorhanden und somit das Wasser komplett klar ist.

Die richtige Tageszeit ist essentiell für konstant gute Fänge.

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Farben:

Wenn das Wasser trüb ist, kann man ruhig mal zu schockigen Farbtönen greifen. Meine besten Erfahrungen habe ich dabei mit orange-braun und green-pumpkin-chartreuse gemacht.
Wenn das Wasser klar ist, sind ganz klar Braun- und Naturtöne von Vorteil, die Grundeln imitieren.

Die richtige Köderfarbe ist tages- und wasserabhängig

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Tackle:

  • Rute: 5-20g (beispielsweise Balzer Shirasu Pro Staff Series Senso Pearch)
  • Schnur: 0,10-0,12mm (nicht zu dünn wählen, da wir dicht an scharfen Steinen angeln)
  • Vorfach: 0,30-0,40mm Fluorocarbon, 1-2m lang
  • Kleiner Kescher und wenig Gepäck, da Strecke machen angesagt ist.
Wenig Ausrüstung sorgt für eine mühelose Angelei

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Wie beangle ich die Steinpackung?

Ich stelle mich nie direkt ans Wasser, sondern bleibe ganz oben am Anfang der Packung stehen, ohne diese zu betreten und mache von dort aus immer meine ersten Würfe.
Große Barsche sind sehr schlau und scheu und schon bei den kleinsten Rappeln der Steine ziehen sie sich zurück und sind gewarnt.
Des Weiteren habe ich festgestellt, dass man die Hängerquote stark reduziert, da man einen viel besseren Winkel zur Packung hat und man den Köder somit direkt bis zum Ende hoch lupfen kann.
Dadurch hat man mehr Bisse, da man näher an den Steinen angeln kann und der Köder bis zur letzten Kante im Wasser ist. Nicht selten verfolgen große Barsche den Köder und schnappen ihn sich kurz bevor er aus dem Wasser gehoben wird. Darum jeden Wurf ausfischen!

Eric hält auf der Steinpackung meist Abstand zum Wasser um die erfahrenen Fische nicht zu verscheuchen.

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Habe ich die Packung vom geraden Grund bis nach oben abgefechert, gehe ich behutsam runter bis zum Wasser und fange an, mit Chatterbaits und Jigspinnern die Seiten parallel abzuwerfen bis ich den nächsten Barschschwarm gefunden habe. In der Dämmerung oder kurz nach Sonnenuntergang lohnt es sich gezielt mit einem Wobbler die Steinpackung abzufischen, da die Barsche selbst im Dunkeln nochmal eine kurze Fressphase haben.

So arbeite ich mich die Steinpackung entlang.
Für mich eine sehr spannende und gleichzeitig erfolgreiche Angelei.

Zwei tolle Kirschen! Klasse Eric, daran sieht man das Potential der Wasserstraßen.
(Köder: Balzer Shirasu Clone Shad)
11 Mrz

Balzer Zusatzprogramm – Kochkurs für Auszubildende

Ihr denkt gerade darüber nach eine Ausbildung zu beginnen?

Wir, die Balzer GmbH suchen in jedem Jahr wieder neue Azubis für eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel. Wir ermöglichen unseren Azubis zahlreiche Zusatzprogramme, wie hier einen Kochkurs, an denen sie teilnehmen können. Gemeinsam haben sie ein kleines Video erstellt, welches ihr euch mit folgendem Link anschauen könnt:

Interesse geweckt?

Dann bewerbt euch, auch wenn ihr nicht aus der direkten Umgebung unseres Unternehmens kommt.
Wir finden gemeinsam eine Lösung eine Ausbildung bei uns möglich zu machen.

Hier könnt ihr euch direkt bewerben: bewerbung@balzer.de
Mehr Informationen: https://www.balzer.de/de/content/karriereausbildung

Wir freuen uns auf euch!

10 Mrz

Mehr als eine Ausbildung – Balzer

Du denkst gerade darüber nach eine Ausbildung zu beginnen?

Wir, die Balzer GmbH sind in unserer Umgebung als ausbildungsfreudliches Unternehmen bekannt. Jährlich suchen wir neue Azubis, die gerne eine Ausbildung im Groß- und Außenhandel beginnen möchten. Aktuell lernen bei uns fünf Azubis: Nathalie Pharo, Su Heiler, Lisa Schramm, Jana Hauer und Leon Kreß.

Gemeinsam haben sie ein Video erstellt, in dem sie dir unsere Firma zeigen und einige Aufgabengebiete erläutern, damit du dir einen Überblick verschaffen kannst, was dich bei uns erwartet.

Mit unten stehendem Link landest du direkt um Video:

https://www.youtube.com/watch?v=aKSxiUpW7Rw&feature=youtu.be

Wurde dein Interesse geweckt? Dann hole dir dein Ticket und starte in deine Ausbildung. 

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

03 Mrz

Zander- und Barschangeln – Das Carolina- und Texas-Rig

Ein Blogbeitrag von Jacqueline Milz

Aktuell gibt es eine Vielzahl an Techniken zur Köderführung für die Angelei mit Gummifischen oder auch Naturködern.

Ob Carolina-, Texas-, Kickback-Rig, Drop-Shot, jiggen, faulenzen und wie sie alle heißen, doch welche Methode eignet sich wofür und ist die Richtige in verschiedenen Situationen?

Ich werde euch hiermit das Carolina- und das Texas-Rig etwas näher erklären.

Jacky mit schönem Finessezander

Ursprünglich kommt das Carolina oder auch C-Rig genannt aus den USA, wie der Name schon vermuten lässt, aus dem Bundesstaat North Carolina. Ähnlich ist es beim Texas-Rig (T-Rig), es stammt tatsächlich aus Texas☺, wo sie speziell für das Angeln auf Schwarzbarsche mit Würmern entwickelt wurden. Durch die Bassmaster Classics Turniere sind sie sehr berühmt geworden. Heutzutage sind diese feinen Methoden in die Barsch und Zander Jagd kaum noch wegzudenken.

Leicht zu Knoten und effektiv

Der Aufbau dieser Montagen ist sehr simpel. Sie unterscheiden sich nur geringfügig. Man benötigt ein sogenanntes Bulletblei (Patronenförmiges Blei), eine Glasperle, einen kleinen Wirbel bzw. Einhänger, ein Stück Vorfachschnur (im Idealfall Fluorocarbon) und zu guter Letzt einen scharfen Haken. Beim Carolina-Rig wird das Blei mit einem Wirbel bzw. Einhänger auf Abstand zum Haken und Köder gehalten. Ich wähle meistens eine Länge von ca. 50 cm. Am Texas-Rig bindet man den Offset Haken ohne Wirbel oder Einhänger direkt bei der Glasperle am Vorfach fest.

Das Carolina-Rig kann man getrost etwas schwerer fischen, was die Köderkontrolle sehr vereinfacht, da der Köder durch den Abstand zwischen Blei und Haken wie schwerelos in Richtung Grund sinken kann. Dies gaukelt dem Fisch ein reales Verhalten der imitierten Beute vor. Am besten führt man das Rig mit kleinen Sprüngen über den Boden, wie beim Faulenzen, doch die Pausen sollten definitiv länger ausfallen. Achtung, in dieser Zeit kommen meist die Bisse. Außerdem kann man sehr große Wurfweiten mit dem C-Rig erzielen, daher eignet es sich hervorragend um große Gewässerflächen nach unseren Zielfischen im Handumdrehen abzusuchen.

Das Texas-Rig hat seine Stärken vor allem in krautigen Gewässern. Das Bullet-Blei mit der Glasperle und Köder am Offsethaken bilden dabei eine Einheit, die mühelos auch durch dicke Wasserpflanzen und anderes Unrat geführt werden kann. Bedienen kann man das Rig ganz unterschiedlich: schnell oder in Zeitlupe, liegt an den Bedürfnissen der Fische. Welche Methode die bessere ist, gilt es rauszufinden. Wenn die Fische einmal gefunden wurden, kann man mit dem T-Rig wahre Sternstunden erleben.

Der extra Reiz an schwierigen Tagen

Beide Montagen haben noch einen extra Reiz, der an schwierigen Tagen mit zickigen Fischen über den Erfolg entscheiden kann. Durch das anziehen oder auch jiggen der Montagen, erzeugt das Blei mit der Glasperle ein lautes Klicken unter Wasser, das jeden Fisch neugierig macht. Manchmal ist das den Flossenträgern auch zu viel Lärm, dann nutzt man anstatt einer Glasperle einfach eine Gummiperle. Da sich der Haken bei beiden Methoden frei bewegt, kann unser Zielfisch den angebotenen Köder leichter einsaugen, was unserer Bissausbeute sehr zugute kommt.

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Vorteile auf einen Blick 

C-Rig:

leicht zu führen / einfach zu knoten / schwerelose Absinkphase / wenig Fehlbisse / hohe Wurfweiten / perfekt zum Absuchen des Gewässers

T-Rig: 

Perfekte Bisserkennung / Klicken nah bei Köder / bestens für Kraut geeignet / einfach zu knoten / natürliches Laufverhalten / perfekt zum grundnahen Fischen

Das richtige Equipment

Empfehlenswert: Der Owner Yuki Bug am Drop Shot Rig

Auch die einzelnen Komponenten spielen beim Carolina- und Texas-Rig eine sehr wichtige Rolle. Es empfiehlt sich, nicht zu steife bzw. harte Ruten zu verwenden, die aber dennoch über ein starkes Rückgrat verfügen um beim Anhieb den Haken sicher in das Fischmaul zu setzen. Als Spinnrute kann ich euch die Balzer Shirasu IM 12 in der Ausführung Finesse oder Finesse Light wärmstens empfehlen. Je nach Ködergröße und Gewässerart könnt ihr zwischen dem etwas schwereren und dem leichteren Modell wählen. Die Rolle sollte auch nicht zu groß ausfallen, als Schnur ist eine eine dünne Geflochtene empfehlenswert, um eine gute Bisserkennung zu gewährleisten. Als Köder eignen sich viele Varianten. Ob ganz normale Gummifische, Twister oder auch Tau- oder Rotwürmer, es gibt nichts, was nicht unversucht bleiben sollte. Doch die wahren Stärken dieser Rigs sind Krebsimitate, wie den Yuki Bug von Owner oder, meinen persönlichen Geheimtipp, der Perch Collector aus der Shirasu Serie. Probiert diese Montagen unbedingt aus, ihr werdet begeistert sein, wie einfach man Zander und Barsch damit überlisten kann.

Montage & Tipps meinerseits

Ihr benötigt für meine  Montage:

2 verschiedene Fluorocarbon stärken (0,40 und 0,30)

1 Glasperle

1 Bullet Blei

1 Wirbel oder Einhänger

1 Offset-Haken

1 Köder

Bindet an die geflochtene Hauptschnur das 0,40 Fluorocarbon mit Blei und Glasperle, dann ein Wirbel und anschließend das 0,30 Fluorocarbon mit Haken.

Die zwei unterschiedlichen Fluorocarbon Stärken schützen unsere Gewässer und unseren Geldbeutel, denn falls sich der Köder irgendwo festsetzt reißt man nicht die komplette Montage ab, sondern nur das dünnere Fluorocarbon, so muss man nicht alles neu Binden.

Einfach, preiswert und fängig: Das Carolina Rig – hier kam der Owner Juster Shad zum Einsatz.
25 Feb

Zanderangeln – Mit dem Wobbler auf Zander

Ein Blogbeitrag von Timo Seufert

Besonders in der Nacht spielt der Wobbler seine Stärken aus.

Irgendwann kommt alles wieder in Mode, so auch das Zanderangeln mit Wobblern.
Nachdem es für viele lange Zeit keine Alternative mehr zum Gummiköder gab, erfreut sich das Hardbaitfischen auf Zander seit einigen Jahren wieder mehr und mehr Beliebtheit.
Der Grund dafür ist simpel – die Gewässer werden immer klarer, immer weniger Zander lassen sich tagsüber fangen, die Fressphasen verlagern sich überwiegend ins oberflächennahe Wasser in die Nacht und dort spielt der Wobbler seine Stärken aus !

Zanderangeln – Köderführung

Die Köderführung ist absolut kein Hexenwerk und macht das Fischen mit Wobblern auch für Einsteiger besonders attraktiv.

Führungsstil 1

Eine sehr simple aber dennoch überaus effektive Variante den Wobbler fängig anzubieten ist das langsame Einkurbeln des Köders. Wichtig, nach längerer Zeit ohne Biss sollte man die Geschwindigkeit beim einholen etwas variieren.

Grundlegend darf es im Sommer noch eine etwas schnellere (aber dennoch passive) Köderführung sein. Ab Wassertemperaturen > 10 °C sollte man langsam aber sicher eine extrem langsame Köderpräsentation anwenden bei der der Wobbler gerade noch so seine Aktion zur Entfaltung bringen kann.

Steht der Wobbler in der Strömung darf so eine Kurbelumdrehung mit einer 3000 – 4000er Rolle ruhig mal ein paar Sekunden (6-8 Sek.) dauern.

Führungsstil 2

Speziell im Sommer, wenn sich viele Brutfische im Gewässer tummeln, kann es Sinn machen, dem Wobbler etwas mehr Aktion zu verleihen. Mit ein oder zwei kurzen kräftigen Schlägen aus dem Handgelenk lässt man den Köder aus seinem monotonen Lauf ausbrechen und legt dann einen kurzen, bis zu 3-4 Sekunden lang andauernden Spinnstop ein.

Zu 90% der Fälle kommt der Biss auf den stehenden Köder! Deshalb möglichst nicht den Kontakt zum Köder verlieren. Dieser Führungsstil ahmt einen verletzten Fisch nach und lockt oftmals den Zander trotz eines Überangebots an Nahrung aus der Reserve.

Warmes Wasser und Twitchbewegungen:
Eine fängige Kombination.

Zanderangeln – Spotwahl

Zwar gibt es bei der Stellenwahl jahreszeitliche Unterschiede, aber theoretisch lassen sich an allen folgend genannten Strukturen ganzjährlich Fische überlisten:

– Gleithänge (Innenkurven an Flüssen, Feinsedimentbänke auf denen sich die Fischbrut tummelt – Sommer bis Spätherbst – Richtung Strömung werfen und vom tiefen ins flache Fischen ; Köderführung extrem flach)
– Strömungskante (an Buhnen, Hafeneinfahrten oder unterwasserliegenden Strukturen, die Fische lauern auf herantreibende oder umherziehende Beute – das ganze Jahr – möglichst entlang der Strömungskante fischen; Köderführung 0,5m – 2m tief)
– (flache) Buhnenfelder ( Würfe in die Buhne oder entlang der Steinschüttung können Erfolg bringen – Frühsommer bis Spätherbst; Köderführung extrem flach)
– Steinpackung (Strecke machen oder ausharren ! Die Fische patrouillieren auf der Suche nach Grundeln, Jungfisch und Co. an der Packung entlang, auf kurz oder lang findet man einen Trupp oder der Trupp zieht vorbei – das ganze Jahr – parallel zum Ufer abfischen; Köderführung grundnah bis extrem flach )
– Uferbuchten/-taschen (ähnlich Strömungskante, jedoch sehr flach fischen)

Die beste Zeit zum Angeln mit Wobblern ist definitiv die Abenddämmerung und die Nacht, aber auch die dunklen frühen Morgenstunden können Erfolg bringen. Bei intensiver Trübung des Gewässers kann auch der Tag Fangerfolg bringen.

Mit dem richtigen Platz sind sehr gute Fänge zu erwarten.

Zanderangeln – Köder-Farbwahl

Bei der Farbwahl sollte man die Bedingungen im Auge behalten. Natürliche Farben können theoretisch immer erfolgreich sein, schließlich ändern Beutefische nicht einfach die Farbe, um jedoch auf gewisse Umweltbedingungen zu reagieren, lohnt sich ein Blick auf die Farben in der Köderbox.

  natürliche Farben (gedecktes grün, bräunlich, weiß/silbrig und andere Farben die sich an im Gewässer natürlich vorkommender Beute orientiert)
Wie bereits erwähnt können diese Dekore immer Fisch liefern, da sie die natürlich vorkommende Beute imitiert.

In diesem Fall konnte der Zander einem natürlichen blauen Wobbler nicht widerstehen.

Schockige Farben (Neonfarben, starke Kontraste, grelle Farben)

besonders gut geeignet für trübes Wasser (auch tagsüber), in trüben Nächten sorgen sie für einen deutlicheren Kontrast unter Wasser oder für den gewissen Schlüsselreiz, wenn im klaren Wasser keine Bisse kommen.

Bi trübem Wasser sind auffällige Farben empfehlenswert.

– „Geheim“tip (schwarz)

Schwarze Köder werden in der Nacht oft belächelt, dabei bieten sie mitunter – vor allem in klaren Nächten und bei viel einströmendem (Mond-,Laternen-…) Licht – den größten Kontrast im Wasser. Die Zander schauen ins helle und erkennen deshalb eine schwarze Silhouette bestens in der Nacht. Klares Wasser, klare Nächte, da kann schwarz zur echten Geheimwaffe werden. Gerne dürfen diese schwarzen Köder als Zusatzreiz einen roten Punkt oder ähnliches haben.

29 Jan

Das Cheburashka-Rig

Natürliche Köderpräsentation an stark befischten Gewässern

Zanderangeln, Barschangeln – Ein Blogbeitrag von Mark Siefert

Das Raubfischangeln boomt in den letzten Jahren, wie noch nie zuvor. Immer mehr Petrijünger versuchen unseren schuppigen Freunden mit verschiedenen Angelmethoden zum Landgang zu überreden. Mit der Spinnrute bewaffnet geht es ans Wasser, wo Hechte, Zander und Barsche meist zu den beliebtesten Zielfischen gehören.

Auf der einen Seite ist der Angelboom für die gesamte Angelbranche sehr erfreulich, während die Raubfische aufgrund des hohen Angeldrucks die Artikelnummern unserer Kunstköder nahezu auswendig kennen. Hieraus resultiert, dass die Flossenträger immer vorsichtiger und misstrauischer gegenüber der vermeintlichen Beute werden. Gerade die älteren und kapitalen Exemplare wittern den Betrug meist sofort und wenden sich mit einem müden Lächeln von unseren Ködern ab.

Zusätzlich steigt in vielen Flüssen und Seen die Wasserqualität, wodurch die Gewässer immer klarer werden.

Autor Mark mit „Cheburashka-Zander´´

Um die Erfolgschancen beim Kunstköderangeln möglichst hoch zu halten, sollte die Köderpräsentation so naturgetreu wie möglich gestaltet werden. Daher setze ich beim aktiven Raubfischangeln in vielen Situationen am Wasser auf unterschiedliche Finesse-Techniken. Dies sind unter anderem das Texas- und Carolina-Rig sowie das Dropshot Angeln. Mein absoluter Favorit ist allerdings das Cheburashka-Rig, das im Handumdrehen einsatzbereit ist.

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Schnelle & einfache Montage

Um die Montage erfolgversprechend binden zu können, werden nur wenige Kleinteile benötigt. In dem Raubfischsortiment von Balzer gibt es die sogenannten Clip-Jigs, die sehr gut für diese ausgefeilte Angeltechnik geeignet sind. Diese Clip-Jigs sind im Grunde Bleiköpfe ohne einen Jighaken. Sie sind rund und mit einem Schlitz in der Mitte ausgestattet, der wiederum mit einem Metallclip versehen ist.

Der Metallclip lässt sich ganz einfach aus dem Bleikopf ziehen, so dass ein Raubfischhaken eingehängt werden kann. Welcher Angelhaken hier zum Einsatz kommt ist vom Gummiköder sowie von den Bedürfnissen des Anglers abhängig.

Nachdem der Haken montiert wurde, wird der Metallclip wieder in den Bleikopf gesteckt. Durch das Hakenöhr kann sich der Jighaken frei auf dem Clip bewegen, wodurch er in Kombination mit einem Softbait für ein verführerisches Köderspiel sorgen kann. Auch in der Wahl des verwendeten Kunstköders sind keine Grenzen gesetzt und es können Gummifische, Jigs und andere Gummiköder verwendet werden.

Der Clip-Jig kann nun in den Snap am Ende der Hauptschnur eingehängt werden. Beim Barsch- und Zanderangeln empfiehlt es sich, zwischen Snap und Köder ein Fluorocarbon Vorfach zu montieren. Diese Vorfachschnur ist unter Wasser nahezu unsichtbar für die Raubfische, wodurch der Scheucheffekt auf misstrauische Fische stark reduziert wird.

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Der Clip-Jig ist sehr variabel einsetzbar

Den Möglichkeiten beim Spinnfischen mit dem Cheburashka-Rig sind fast keine Grenzen gesetzt. Ob am Offset-Haken für den Einsatz in Krautfeldern oder am Karpfenhaken mit Naturködern als sogenannten Fireball, es gibt unzählige Einsatzmöglichkeiten für diese tolle Montage, ohne dass der Köder steif wirkt. Die Clip-Jigs gibt es in verschiedenen Gewichten sowie in praktischen Sets von 5-15g und 15-30g. In den leichten Varianten nutze ich sie gerne zum feinen Angeln auf Barsch, indem ich sie faulenze, jigge oder auch ganz klassisch einhole.

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Auch nachts findet dieser Köder immer Abnehmer.

Die schwereren Bleiköpfe sind wiederum unschlagbar in großen Flüssen mit starker Strömung, wo sie sich auch sehr gut zum Vertikalangeln vom Boot eignen. Jeder Kunstköder, ob klein oder groß, kann individuell mit dieser Technik durch die frei wählbare Hakengröße angeboten werden.

Natürlicher und leichter kann der Raubfischköder kaum präsentiert werden! Probiert den Clip-Jig aus und ihr werdet begeistert sein!

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Ebenfalls super zum Barschangeln
29 Jan

Raubfischangeln – Mit Spinner am Bach

Ein Blogbeitrag von Timo Seufert

Ob vom Ufer oder watend, die Pirsch nach Salmoniden im Bach hat ihre ganz eigenen Reize. Die Nähe zum Fisch, dass drillen der Fische auf engstem Raum und das vorsichtige vorschreiten durchs Unterholz oder durch das Gewässer ohne die Fische zu verschrecken sind nur ein paar davon. Im Folgenden möchte ich euch ein paar Tipps zum Angeln mit Spinnern am Bach nahelegen.

Timo mit prächtiger Bachforelle

Bild: R. Hochgesand

Köderführung
Natürlich kann man den eigentlichen Lauf eines Spinners nicht sehr stark variieren, aber dennoch muss ein Spinner nicht einfach nur stumpf gegen die Strömung eingekurbelt werden. Bei der Wahl des Führungsstils sollte man immer auch den jeweiligen Spot der befischt wird im Auge behalten.

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Führungsstil 1
Wie bereits erwähnt muss man den Spinner nicht immer nur stumpf gegen die Strömung leiern, dass heißt jedoch nicht das diese Form der Köderpräsentation nicht auch fängig sein kann. Vor allem wenn Döbel und Barsche im Bach vorkommen kann das langsame Einkurbeln entlang von Fließrinnen oder vorbei an Unterständen sehr fängig sein. Auf Grund der Rotation des Spinnerblattes ist ein schnelles Einkurbeln gegen die Strömung oft zu belastend für Rute und Rolle und in der Regel auch nicht sehr fängig.

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Führungsstil 2
Der zweite Führungsstil ist eigentlich mein Favorit im Bach und kann vor allem auf Forellen und Äschen das ganze Jahr (außerhalb der Schonzeiten) gute Erfolge bringen. Auch hier leiert man den Spinner einfach ein, jedoch mit der Strömung oder leicht schräg mit der Strömung. Fische im Bach sind oft spezialisiert auf heran treibende Nahrung und folgen nicht unbedingt aktiv der Beute sondern nutzen viel mehr die Möglichkeit die sich ihnen bietet wenn etwas auf oder über sie her treibt. Ein weiterer Vorteil vom einholen mit der Strömung ist, dass sich der Köder lange im Blickfeld des Fisches befindet und der Fisch die Beute besser ins Visier nehmen kann, als wenn sie schnell von hinten an ihm vorbei gezogen wird. Oftmals folgen die Fische auch stromab haben sie die mit der Strömung „herantreibende“ Beute erst einmal als Ziel auserkoren. Wichtig ! Den Köder immer bis an sich vorbei führen, oftmals erfolgt noch ein Biss wenn der Spinner auf Grund des Schnurbogens eine Kurve macht und sich in die Strömung stellt.

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Die Hauptzielfische bei diesem Führungsstil:
Bachforellen und Äschen.

Bild: R. Hochgesand

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Führungsstil 3
Speziell wenn die Fische träge sind (zu Saisonstart oder wenn es ein Überangebot an Nahrung gibt), oder sich in tiefen Kolken aufhalten, kann es sehr effektiv sein Spinstopps einzulegen und den Spinner kurz ab taumeln zu lassen. An tiefen Stellen kann man den Köder auch mal bis zum Grund absinken lassen um ihn dann bei Grundkontakt sofort wieder zu starten. Das bringt mir gerade im Frühjahr auch mal die größeren Fische.

Da kommt Freude auf! Timo mit 58er.

Führungsstil 4
Driften lassen, auch das kann fängig sein. Speziell in sehr starker Strömung oder in Rinnen die in Kolke übergehen ist es einen Versuch wert, den Spinner auf die gegenüberliegende Seite des Gewässers zu schlenzen und den Köder an straffer Schnur abtreiben zu lassen. Der Köder treibt durch die Rinne und macht dann langsam eine Kurve in Richtung der Uferseite an der man sich befindet. Speziell wenn sich der Köder langsam auf das eigene Ufer zubewegt sollte man mit Bissen rechnen.

Sehr vielversprechend: Das Driftangeln

Bild: R. Hochgesand

Spotwahl
Die Spotwahl richtet sich theoretisch immer nach Zielfisch. Für mich ist Zielfisch Nr.1 am Bach die Bachforelle. Schnelles Wasser, Kolke mit möglichst viel Totholz und unterspülte Ufer ziehen mich dann magisch an ! Vor allem Deckung wie Totholz oder ins Wasser ragende Wurzeln spielen bei der Jagd nach Forellen eine große Rolle. Tiefe Rinnen sollte man natürlich auch nie auslassen. Bei wärmeren Wassertemperaturen sollte man sich vermehrt nach Sauerstoffreichen Stellen umsehen, also nach sehr turbulentem Wasser an denen viel Luft ins Gewässer eingetragen wird. Also kleinere Abstürze, Wehre oder ähnliches. Äschen hingegen haben keinerlei Deckungsansprüche und halten sich die meiste Zeit in der Gewässermitte von mäßig bis schneller fließender Abschnitten auf. Begleitarten wie Döbel und Barsche findet man in Bächen in der Regel in langsam fließenden Abschnitten mit viel Totholz oder in tiefen langsam fließenden Rinnen und größeren Kolken.

Wenn du einen guten Platz gefunden dauert es meist nicht lang, bis du die ersten Bisse erhältst.

Spinnerwahl
Die Farbe des Spinnerblatts ist für mich erst mal zweitrangig. Die Größe des Spinners steht bei mir im Fokus. Im Frühjahr und Herbst würde ich eher größere Modelle auswählen. Im späten Frühjahr und Sommer, wenn viel Flugnahrung (Eintagsfliegen, Maifliegen) anfällt, sollte man eher kleine Spinnergrößen wählen. Farblich nutze ich am liebsten schlichte Modelle. Eher silbrige Modelle im Frühjahr und Herbst, kupferfarbene und goldene Modelle im späten Frühjahr und Sommer.
Forellen sind relativ aggressive Fische und lassen sich durch den Druck des Spinnerblatts oft ausreichend reizen, sodass die Farbe in der Regel kein so auschlaggebender Faktor ist. Bleibt der erwünschte Erfolg aber aus, sollte man immer ein paar alternative Modelle mit sich führen. Manchmal sind es rote Punkt auf schwarzen Spinnerblatt oder doch ein neonfarbener Spinner der den ein oder anderen Kapitalen oder Bonusfisch aus der Reserve lockt.

Der Experte passt die Spinnerblattgröße oft auf die Gegebenheiten an.

Bild R. Hochgesand


26 Jan
Balzer - Arctic Eel & Arctic Jigger

Klassisches Pilken – so geht die Köderführung in der An- und Abdrift!

Das klassische Pilken gehört an Nord- und Ostsee und in Norwegen zu den am häufigsten praktizierten Angeltechniken. Um den Köder in Grundnähe anzubieten geht man folgendermaßen vor:

Der Pilker wird, eventuell auch mit Beifänger, zum Grund hinabgelassen. Duch Auf- und Abbewegungen des Köders und durch Schleifen über den Gewässerboden wird Bewegung imitiert. Diese Führungstechnik ist sehr effektiv, weil dadurch die Aufmerksamkeit der Fische erregt wird. Um Köderverluste auf steinigem Gewässergrund zu vermeiden, kurbelt man nach dem Ablassen zum Grund ein oder zwei Kurbelumdrehungen Schnur ein und pilkt knapp über dem Grund. Bei erhöhtem Hängerrisiko sollte der Drilling des Pilkers durch einen Einzelhaken ersetzt werden, da sich dieser deutlich seltener festsetzt. Wer mit Beifängern angelt kann den Pilker auch ohne Haken anbieten, denn die Bisse gehen auf die Beifänger.

Abdrift oder Andrift

Wer von einem größeren Angelkutter fischt, angelt entweder in der Abdrift (Luv) oder in der Andrift (Lee). Wenn einem der Wind ins Gesicht weht angelt man in der Abdrift, Köder und Kutter driften voneinander weg. Hier genügt es, den Köder unter der Rutenspitze zum Grund absinken zu lassen um mit dem Pilken zu beginnen. Wenn sich Kutter und Köder weiter voneinander entfernt haben muss etwas Schnur gegeben werden, um wieder Grundkontakt herzustellen.

Bei der Andrift hat man den Wind im Rücken. Würde man nun den Pilker direkt unter der Rutenspitze hinablassen, befände sich der Köder aufgrund der Drift schon nach kurzer Zeit unterhalb des Bootes oder sogar hinter dem Boot – eine fängige Köderführung wäre nicht mehr möglich.

Da sich Boot und Köder aufeinander zubewegen, muss der Köder ausgeworfen werden. Ist der Köder auf die Wasseroberfläche aufgeklatscht und sinkt zum Grund, sollte der Kontakt gehalten werden. Nach dem Bodenkontakt wird die Rute nach oben in die 12 Uhr Position geführt, um den Pilker vom Grund abheben zu lassen. Danach beobachtet man die Rutenspitze und wartet auf das erneute Aufsetzen des Pilkers auf dem Meeresboden. Wenn die Schnur erschlafft, ist Grundkontakt vorhanden. Jetzt wird lockere Schnur eingekurbelt und der Vorgang wiederholt.

Beim Angeln in der Andrift dürfen die Pilkbewegungen deutlich stärker ausfallen als in der Abdrift.