Modernes Forellenangeln

Als Forelle bezeichnet man die Fischart und nicht den einzelnen Fisch. Die Forelle gehört zur Familie der Lachsfische (Salmonidae). Dabei unterscheidet man drei Formen: die im Süßwasser lebende Seeforelle und Bachforelle sowie die anadrom wandernde Meerforelle. Wir beschreiben hier alles was Sie über modernes und aktives Forellenangeln der Regenbogenforelle und Bachforelle wissen sollten. Petri Heil!

Vorkommen und Lebensraum der Forelle

Lebensraum der Regenbogenforelle


Die Regenbogenforelle ist kaum standorttreu, wandert gerne umher und bevorzugt sauerstoffreiche Gewässer wie Flüsse, Bäche und Seen. Besonders wohl fühlt sie sich in der Flussmitte, nahe am Grund wo die Strömung am intensivsten ist und ein hoher Sauerstoffgehalt herrscht.

Lebensraum der Bachforelle


Der Lebensraum der Bachforelle sind kühle Bäche, Flüsse und Seen. Sie ist standorttreu, liebt überhängende und unterspülte Ufer oder in das Wasser hängende Bäume. Sie bevorzugt kiesige, steinige und sandige Böden in sauerstoffreichem Wasser.

Die wichtigsten Körpermerkmale der Forelle

 

Regenbogenforelle
 

  • Besonderheiten: auf Rücken und Körperseiten sowie Rückenflosse, Fettflosse und Schwanzflosse viele schwarze Punkte. Die Seiten des Körpers tragen oft ein regenbogenfarbenes Band, daher auch der Name "Regenbogenforelle".

  • Körperform: spindel- oder torpedoförmig

  • Maul: endständig – weite Maulspalte

  • Zähne: Fangzähne, auf Pflugscharbein 2 Längs- und 1 Querreihe Zähne

  • Schuppen: sehr klein, beim Verzehr nicht störend

  • Rückenflosse: beginnt vor Bauchflossenansatz

  • Schwanzflosse: gleichmäßig bis gerade

  • Afterflosse: konkav

  • Maximale Länge: bis 65 cm

  • Mittlere Länge: 25 - 50 cm

  • Gewicht: bis 3 - 4 kg

Bachforelle
 

  • Besonderheiten: die Rückenflosse besitzt schwarze Punkte, die Seiten des Körpers besitzen schwarze und rote Punkte, die hell umrandet sind, daher auch der Name "Rotgetupfte".
     

  • Körperform: gedrungener Körper, spindel- oder torpedoförmig

  • Maul: endständig

  • Zähne: Fangzähne, auf Pflugscharbein 2 Längs- und 1 Querreihe Zähne

  • Schuppen: sehr klein, beim Verzehr nicht störend

  • Rückenflosse: beginnt vor Bauchflossenansatz

  • Schwanzflosse: im Jugendstadium gegabelt, im Alter gerade bis konvex

  • Afterflosse: gerade

  • Maximale Länge: bis 80 cm

  • Mittlere Länge: 25 - 40 cm

  • Gewicht: bis 6 kg

Häufige Fragen zu Forellenangeln


Beim Angeln auf Forellen in Forellenseen kann man sich fast immer sicher sein, ständig herumschwimmende, hungrige Fische zu finden. Dennoch haben Forellen in der Regel ihre Lieblingsplätze.

 


    Der moderne Forellenangler ist aktiv und sucht die verschiedenen Wasserschichten und Gewässerbereiche nach hungrigen Salmoniden ab.

    Hotspots am Forellensee:

    • Wassereinlauf - sauerstoffreiches Wasser
    • Belüfter - sauerstoffreiches Wasser
    • überhängende Bäume und Pflanzen - Ruhestelle, Nahrung durch herabgefallene Insekten
    • steinige Stellen - gute Deckungsmöglichkeiten um der Beute aufzulauern
    • Oberfläche - zur warmen Jahreszeit um auf Beute zu lauern
    • steiniger Grund - in der kalten Jahreszeit


    Forellenangeln im Frühjahr

    Im Frühjahr erwärmt sich langsam das Wasser des Forellensees und wird von den ersten Insekten bevölkert. In dieser Jahreszeit bieten sich die besten Fangchancen. Vorzugsweise sollte man die Forelle im oberen Gewässerbereich suchen, da sich hier das Wasser schneller erwärmt und die Nährtiere und somit auch die Forellen anlockt.


    Forellenangeln im Sommer

    Im Sommer erwärmen sich durch die Sonneneinstrahlung die Seen an der Oberfläche wesentlich stärker als in den unteren Wasserschichten. Durch hohe Wassertemperaturen, wenig Sauerstoff und reichlich Nahrung im See erschwert sich das Angeln auf Forellen deutlich. Nun sollte man auf den Wind achten. Die Stellen wo Nahrung hingetrieben wird sind sehr interessant, da Forellen im Sommer eher faul sind und weniger auf Beutejagd gehen. Die besten Fangzeiten sind in der Regel am frühen Morgen und am späten Abend, wenn es sich abkühlt. In kleineren Seen sollte man im Sommer erfahrungsgemäß Stellen aufsuchen, an denen sauerstoffreiches Wasser zugeführt wird.


    Forellenangeln im Herbst

    Durch die ersten starken Herbstwinde wird das Wasser durchgemischt und es herrscht wieder eine gleichmäßige Temperatur und Sauerstoffversorgung. Die Fische werden wieder aktiver und sind fast überall zu finden. Die besten Standplätze sind jetzt dort, wo die Fische sich noch mal so richtig voll fressen können. Dies können Einläufe oder Abläufe sein oder auch Plätze in der Nähe von Belüftungsanlagen.

     


    Forellenangeln im Winter

    Im Winter sind die wärmsten Wasserschichten am Grund des Forellensees. Hier halten sich die Fische bevorzugt auf, da ihr Stoffwechsel auf das Nötigste runtergefahren ist und nur noch wenig Nahrung aufnehmen. Zur Nahrungsaufnahme werden die Forellen zu Tageszeiten aktiv, an denen es am wärmsten ist. In der Regel ist dies zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht. Gute Standplätze können an wärmeren Wintertagen auch Wassereinläufe sein, da hier eventuell das Wasser wärmer ist als im übrigen Gewässer. Ähnlich verhält es sich mit Flachwasserzonen, die von der Sonne erwärmt wurden.

    Moderne Zeiten - Angeln am Forellensee
     

    Willi Frosch und Kurt Kricke

    Angeln am Forellensee ist in. Im Laufe der letzten Jahre hat sich diese Form des Angelns rasant entwickelt. Warum das Forellenangeln immer mehr Anhänger findet, erklären die Salmoniden-Fachmänner Willi Frosch und Kurt Kricke.

    Noch vor einigen Jahren wurde am Forellensee ganz konventionell geangelt. Man warf eine Wasserkugel-Montage aus, die mit einem Madenbündel beködert war und harrte der Bisse, die da kommen sollten. Ambitioniertere Angler gingen etwas versierter vor und versuchten ihr Glück beim Schleppen mit einer Posenmontage und Forellenpaste. Aber im Großen und Ganzen angelte man mit althergebrachten Methoden. Und dann kam die Wende: Aus Italien, wo schon seit langem mit ausgeklügelten Montagen, Ködern und angepasster Ausrüstung gefischt wird, schwappte die Welle des modernen Forellenangelns zu uns herüber. Auf einmal gab es neue Angelmethoden, neue Köder und darauf abgestimmtes Gerät. Seitdem beherrschen Begriffe und Techniken wie Spoonangeln, Tremarella oder das Angeln mit Sbirolino die Gespräche unter Forellenanglern. Für diese Techniken gibt es eine optimal abgestimmte Ausrüstung: Leichte Ruten im modernen Design, spezielle Montagen und Köder bzw. Anköderungstechniken.

    Aktiv Fischen

    Der moderne Forellenangler ist aktiv, sucht die verschiedenen Wasserschichten und Gewässerbereiche nach hungrigen Salmoniden ab, wirft sie gezielt an und versucht, die Fische durch eine attraktive Köderführung an den Haken zu bekommen. Das heißt nicht, dass man mit den klassischen Methoden nichts mehr fängt, aber modernes, aktives Forellenangeln ist einfach spannender und bringt häufig auch mehr Fisch.

    Fangen für Jedermann

    Ein weiterer Grund für die wachsende Beliebtheit des Angelns am Forellensee besteht darin, dass die Gewässer heute nicht mehr ausschließlich mit Portionsforellen besetzt werden. Das Salmonidenspektrum in den meisten Gewässern hat sich erweitert: Man kann mittlerweile fast überall auch große Lachsforellen, Saiblinge oder sogar prächtig gefärbte Goldforellen überlisten. Darüber hinaus kommt man an Forellenseen, die über einen guten Besatz verfügen, meist schneller zum Erfolg als an vielen „natürlichen“ Seen oder Flüssen. Gerade für beruflich oder familiär stark eingespannte Angler ist das ein großer Vorteil: Auch wenn man nur ein paar Stunden Zeit hat, lohnt sich ein Versuch am Forellensee. Außerdem sind die im Forellensee schwimmenden Fische nicht nur an der Angel, sondern auch auf dem Teller ein echter Hochgenuss. Es gibt also viele Gründe, die für einen Angeltag am Forellensee sprechen und mit modernen Methoden wird er noch erfolgreicher.

    Hier erfahren Sie mehr über Angeltechniken mit Sbirolino oder Tremarella

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